— 45 —
für sein Vorhaben, 28 ) und das einzige, was ihm noch
fehlte, war Geld.
Dieses lieferten diesmal merkwürdigerweise die Jesuiten,
nachdem Radisson wahrscheinlich seine Verstellungskünste
bei ihnen angewandt hatte.
Nach diesen Vorbereitungen reiste Radisson wieder ab
und kam im September 1681 in Quebec an.
La Chesnaye rüstete heimlich zwei Schiffe aus) da der
neue Gouverneur nichts von einem Angriffe auf die Engländer
wissen wollte, solange der Hof nicht selbst dazu
riete. Groseilliers und Radisson übernahmen das Kommando
und fuhren im kommenden Frühling nach derBai ab.
Um das merkwürdige Verhalten Colberts und des Gouverneurs
in dieser Sache zu erklären, ist es nötig, einen
kurzen Blick auf die Politik der beiden Staaten zu werfen.
Karl II. war seit 1670 in eine schimpfliche Abhängigkeit
von Frankreich geraten. Er hatte seine Freundschaft
mit Holland an Ludwig XIV. für eine Geldsumme
verkauft, und war so ein Pensionär des französischen
Königs geworden. Dadurch entstand ein merkwürdiges
Verhältnis zwischen den beiden Souveränen. Karl war
durch das Bündnis mit Ludwig gezwungen, nichts Feindseliges
gegen Frankreich zu unternehmen, Ludwig hatte
dagegen die Hände freier, wenn ihm auch die Freundschaft
Englands sehr am Herzen lag.
Es ist daher wohl anzunehmen, dass Ludwig einen Angriff
a uf die Company von seiten der Canadier ganz
gern gesehen hätte, und es hat fast den Anschein, als
wenn der Nachfolger des damaligen Gouverneurs von
Canada darauf bezügliche geheime Instruktionen erhalten
hätte.
Groseilliers und Radisson landeten in der Mündung
des Nelsonriver. Hier blieb Groseilliers zur Erbauung
,s ) Willson I. 91; »Seignely listened with interest and reqnested
time to reflect on the matter.