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ein ansehnlicher Teil zufalle. Dass sie solches versuchen, ist nur
begreiflich, die auffallende Unnatürlichkeit dieses Anteiles wird
eben empfunden. Man weist hier auf die grössere Abnutzung der
Maschine bei grösserer Leistung und auf das Wachsen des Kraftverbrauches
mit der Steigerung der Leistung. »Vermuten lässt
sich allerdings, dass diese Abnutzung weit mehr als proportional
wachse, so bemerkt hiezu ein Vertreter des Unternehmerstandpunktes,
weil die Maschine leicht überanstrengt wird, wenn dem
Arbeiter nur daran liegt, viel fertig zu stellen«. Positive Aufzeichnungen
darüber fehlen, und von fachmännischer Seite wird doch
schliesslich eingeräumt, dass die Abnutzung nur proportional der
Produktionserhöhung sein dürfte 1 ). Dass von der Notwendigkeit
einer kostspieligeren Prüfung der fertigen Arbeitsstücke und grösseren
Auslagen für die verwickeltere Lohnberechnung geredet wird,
wurde schon an anderer Stelle hervorgehoben (oben S. 53). Etwas
mehr Hintergrund hat vielleicht die Behauptung, dass die Ausstattung
des Betriebes eine reichere sein müsse; eine Vermehrung
der Werkzeuge sei notwendig, namentlich für die Arbeiter der
Nachtschichte doppelte Garnituren, da keiner Zeit verlieren wolle
mit der Wiederherstellung der vielleicht etwas ausbesserungsbedürftigen
Werkzeuge der Arbeiter einer anderen Schicht.
All das trifft aber ebenso auf die Werklöhnung zu, die von
den Unternehmern eingerichtet war, ohne dass die Notwendigkeit
eines Abzuges von dem Lohne des rascheren Arbeiters erkannt
worden ist. Ingenieur Möller, der über die Verhältnisse in Amerika
berichtet, meint denn auch selbst, in Zweifel ziehen zu müssen,
ob alle diese Aufwendungen 5° Proz. des Mehrverdienstes des
Arbeiters 2 ) ausmachen, zumal z. B. die Kontrolle der Arbeiter
zum Teil gegenseitig durchgeführt werde, da einer dem anderen
nacharbeitet und sich selbst schädigt, wenn er ein schlecht vorgearbeites
Stück ausarbeitet, ohne es zu beanstanden, da ihn ja
die volle Ersatzpflicht mit dem Verlust seines Lohnes treffe. Diese
Kontrolle ist wohl gerade bei Maschinenbauarbeit eine besonders
scharfe und hat gerade dort das Bedenken vom Arbeiterstandpunkt
laut werden lassen, dass das Verhalten der Arbeiter unter
der Herrschaft des Zeitprämiensystems ein unkollegiales werde.
Es mag in anderen Industrien diese gegenseitige Kontrolle der
Arbeiter vielleicht weniger wirksam sein; vorläufig handelt es sich
1) Zeitschr. d. Vereins deutscher Ingenieure, 47. Bd. S. 1135.
2) 50% beträgt der Abzug bei dem für den Arbeiter günstigsten System Weir.