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Feste Begründung einer Aristokratie
Die alte Aristokratie Hollands wurde eifersüchtig auf die
Macht und die Anmaßungen der Leute, die sie als Parvenüs
des Handels ansah, und sie versuchte die Rechte und Privi-
legien der Patrone zu beschneiden. Diese aber wandten
ein, ihr unumschränktes Herrentum sei unbestreitbar;
Kontrakte, um es modern auszudrücken, müßten gehalten
werden. Sie hätten für die Kolonien eine „Tonne Goldes‘“
ausgegeben (die sich auf hunderttausend Gulden oder
vierzigtausend Dollar belief). Sie behielten nicht nur recht,
sondern ihre Macht wurde noch erweitert.
Nun bot sich das Schauspiel, daß die Mittelklasse ‚der
Alten Welt, die Händler, die Gewohnheiten und Anmaßlich-
keiten der Aristokratie ihres eigenen Landes, auf die sie
vordem geschimpft hatten, nachahmten und noch über-
trieben und sich als die eingesessene Landaristokratie des
neuen Landes breitmachten.
Wie ein kleiner Monarch hatte jeder Patron seine Flagge
und seine Abzeichen; jeder versah sein Gebiet mit
Festungswerken, mit Kanonen und Söldnertruppen. Die
Kolonisten waren bloße Untertanen, die den Eid der
Treue und Ergebenheit zu leisten hatten. Die Macht der
Patrone über ihre Untergebenen war fast unbeschränkt.
Niemand, weder „Mann noch Frau, Sohn oder "Tochter,
Knecht oder Magd“ konnte, außer mit seinem schriftlichen
Einverständnis, den Dienst bei einem Patron während der
ausgemachten Zeit aufgeben — wieviel Mißbräuche und
Kontraktbrüche der Patron auch begehen mochte.
In dem alten Lande war der Boden seit langem in die
Hände einiger Weniger übergegangen und die Basis für die
ökonomische und politische Versklavung des Volkes ge-
worden. Um dieser Knechtschaft zu entgehen hatten
viele Einwanderer Mühen und Entbehrungen erduldet
und waren nach Amerika gegangen. Dort, hofften sie,
würde es ihnen leicht sein, Land zu bekommen, dessen
Bebauung ihnen eine gewisse Unabhängigkeit sichern
würde. Als sie ankamen, fanden sie weite nutzbare Teile
des Landes, und gerade die begehrenswertesten und zu-