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Die Gewerkschaften begrüssen eine ehrliche Kritik wohlmeinender
Männer aller Klassen. Sie werden stets von Leuten lernen,
die ihnen ihre Fehler ohne Übertreibung zeigen. Aber sie werden
sich nicht irre machen lassen durch den Schwarm offener Feinde
oder heimliche Wähler, die die Motive ihrer verdienstvollen
Männer in den Kot ziehen. Sie haben bisher ihr Bestehen durch
ihre Erfolge gerechtfertigt und werden sich in Zukunft nicht auf
Versprechungen und Proteste festlegen, sondern wirken mit ihren
Millionen in deren Interesse.
28. KAPITEL.
Das Anrecht auf die Maschine.
Im Jahre 1848 schrieb der berühmte Nationalökonom John
Stuart Mail: „Es ist bis jetzt noch fraglich, ob all die Erfindungen
die Tagesarbeit irgend eines Menschen vermindert haben“.
Diese Worte, nicht eines Arbeiterführers, sondern des gehässigsten
Wirtschaftspolitikers seiner Zeit, mögen einige Erklärungen
geben für den damals instinktiven Hass der Arbeiter
gegen die Maschinen. Seit den Zeiten Mills hat mit der Verbesserung
der maschinellen Einrichtungen und der Verminderung
ihrer Schäden ein Wechsel in der Haltung des Arbeiters stattgefunden,
und heute sind die Bestrebungen der Arbeitervereinigungen
auf möglichste Begünstigung des Maschinenbetriebes
gerichtet, allerdings unter Betonung des Schutzes der Arbeiter
und in der Erwartung eines gleichzeitigen Vorteils für ihn.
Die Gewerkschaften erkennen an, dass die Maschinen nicht
nur die Produktionskraft der Gesamtheit vervielfacht haben und
ohne sie heute die in den Vereinigten Staaten geleistete Arbeit
nicht mit der dreifachen Bevölkerungszahl möglich wäre, sondern
auch, dass sie die Preise der Waren für den Arbeiter verbilligt
haben. Sie glauben, dass die Maschinen auf die Dauer die
Menschenmassen der Arbeitsgelegenheit nicht berauben und neben
einigen Schäden dauernde Wohlfahrt bringen.
Es ist viel leichter, durch falsche Zeugen und Beispiele den
Anschein zu erwecken, die Gewerkschaften sträubten sich gegen die
Einführung arbeitsparender Maschinen, als ihre wirkliche Haltung