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wegung haben immer als Zielscheibe für diese Waffe gedient,
und von Ort zu Ort, von Land zu Land haben die Opfer ziehen,
Namen und Aussehen wechseln müssen, in der vergeblichen Hoffnung
der Allgewalt der schwarzen Liste zu entgehen. Das Gesetz
betrachtete sie zwar im Falle der Verabredung mehrerer
Unternehmer als Verschwörung, aber mit der Konzentrierung
vieler Betriebe zu einer Gesellschaft wurde diese Bestimmung
immer hinfälliger.
Der Boykott ist in der Begel eine öffentliche Handlung,
schon um die grosse Masse zur Mitwirkung heranzuziehen. Die
schwarze Liste dagegen pflegt ein Geheimnis zu bleiben. Wo
man die früher üblichen Empfehlungsbriefe aufgegeben hatte, an
die man leicht geheime Zeichen anbringen konnte, sind oft wieder
Vereinbarungen getroffen, ohne bestimmte Empfehlung keine Leute
aus anderen Betrieben zu übernehmen.
Das Label ist in gewissem Sinne nur eine andere Phase des
Boykotts, oder seine Umdrehung. Der Boykott kennzeichnet den,
mit dem man sich nicht einlassen soll, das Label die Ware, die
man ausschliesslich benutzen soll.
Wie jedes nützliche Mitglied der menschlichen Gesellschaft,
so ist der Arbeiter beides, Produzent und Konsument von Gütern.
Als Produzent hatte er am meisten zu leiden; um ihm zu helfen,
organisierte ihn die Gewerkschaft also naturgemäss zunächst auf
dieser Basis. Der Konsument hatte im Wirtschaftsleben, solange
es noch keine Monopole gab, eine verältnismässig bessere Stellung;
er brauchte sich niemandem zu verschreiben, niemandem seine
ganze Leistung zuzuwenden. Der Klugheit der amerikanischen
Gewerkschaftler und besonders den Zigarrenniacheru verdankt
er nun die Nutzbarmachung seiner Kraft als Konsument zu
gunsten seiner Schwäche als Produzent.
Durch die Tätigkeit der Gewerkschaften waren in Amerika
die Löhne auf einen Höhepunkt gebracht worden, der den
Arbeiter zum Hauptkonsumenten aller Güter des Landes machte.
Um ihn nun dazu zu veranlassen, nur Waren zu kaufen, die
unter den von ihm gewünschten Bedingungen hergestellt wurden,
organisierte ihn das Label als Konsument.
Dazu wendet sich das Label auch an einen weiteren Kreis
von Konsumenten, die, ohne den Arbeitern direkt helfen zu können,
doch mit ihnen sympathisieren. Ferner gewährt das Label dem