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einander übereingekommen sind, keinen Einzelvertrag mit ihrem
Unternehmer zu schliessen, sondern nur den Bedingungen eines
gemeinschaftlichen Vertrages zuzustimmen. Ihr Ideal ist, in einer
einzigen Organisation alle Leute zusammenzufassen, die angestellt
sind oder auch nur für eine Anstellung in Frage kommen, und
für sie alle die untere Grenze der Arbeitsbedingungen festzusetzen
und zu erhalten.
Zur Ausführung eines Kollektivvertrages ist es nun nötig,
für alle Leute eine Untergrenze der Löhne und sonstigen Bedingungen
festzusetzen; das heisst nicht, dass alle den gleichen Lohn erhalten
sollen, sondern nur, dass gleiche Bezahlung für gleiche
Leistung erfolgt. In einem bestimmten Geschäftszweig kann es
an einem bestimmten Platze zur bestimmten Zeit nur ein solches
Minimum geben. Wenn die Maurer Newyorks alle organisiert
wären und die Gewerkschaft der Hälfte ihrer Mitglieder erlauben
würde, für 40 Cents die Stunde, zu arbeiten, während die
andere Hälfte, ohne mehr zu leisten, 50 Cents zu fordern hätte,
so würden die letzteren aus dem Geschäft herausgedrängt
werden. Um jedem Manne 50 Cents zu verschaffen, müssen alle
Leute gleicher Geschicklichkeit zum mindesten diese Summe
fordern. Niemand wird von den Genossen in seinem Gewerbe
angegriffen werden, wenn er 10 oder 20 Cents über das Minimum
hinaus erhält oder fordert, aber er darf keinen geringeren Lohn
annehmen. Dasselbe gilt für die Arbeitszeit. Wenn alle Maurer
Newyorks 4 Dollar täglich erhielten, und einige dafür 8, andere
10, 12 oder 15 Stunden arbeiten wollten. Die Anderen würden
dann ihre Stellung verlieren oder gezwungen sein, zu den gleichen
Bedingungen zu arbeiten. Und so in allen anderen Arbeitsbedingungen.
Die Gewerkschaft hat nichts dagegen, wenn der
Unternehmer besonders guten, ja selbst bevorzugten Arbeitern
höhere Löhne oder kürzere Arbeitszeit, bewilligt, als der Kollektiv-Vertrag
festsetzt; sie schliesst den Konkurrenzkampf ihrer Mitglieder
um Stellungen nicht aus, sondern verlangt nur, dass
dieser Wettbewerb sich um den Arbeitseffekt, nicht um eine
Unterbietung der Bedingungen des Vertrages handele.
Diese Grundsätze werden viele der scheinbaren Wunderlichkeiten
und fast unverständlichen Massnahmen .der Arbeitervereinigungen
verständlich machen. Sie geben die Antwort auf die
naive Frage so vieler Leute, warum man denn einen Mann veranlassen
wolle, einen höheren Lohn anzunehmen als er selbst
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