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dass er es überhaupt aufgibt, anders als in den Kassen der
Brüderschaften und Gewerkschaften zu sparen.“
Aber zu der schwindenden Aussicht, Unternehmer zu werden,
tritt mit der Zunahme des Grossbetriebes der geringere Einfluss
des Arbeiters beim Einzelarbeitsvertrag. Die ganze industrielle
Entwickelung der letzten 1 1 / 2 Jahrhunderte hat den Unternehmer
gehoben und den Arbeiter sinken lassen. Aus dem Manne, der
Seite an Seite mit dem anderen arbeitete, dem er nur Lohn
zahlte; aus dem Besitzer von einigen tausend Mark sind Gesellschaften
mit Millionen und Milliarden geworden. Um wieviel
leichter der Stahltrust die Dienste eines einzelnen Puddlers entbehren
kann, als dieser den Lohn, den der Trust ihm zahlt, so
viel ist von den Erwartungen unerfüllt, die man auf die freie
Entwickelung des Arbeitsmarktes unter dem Einfluss von Angebot
und Nachfrage gesetzt hatte. Zweifellos erhält der amerikanische
Arbeiter sowohl in Geld als unter Berücksichtigung der
Kaufkraft des Geldes bessere Löhne, als irgendwo in Europa.
Aber die Millionen, die nicht mehr besitzen, als den Lohn von
2—3 Wochen, und gar die vielen, die den Lohn dieser Woche
benutzen, um die Schulden der vorhergehenden zu zahlen, haben
in Zeiten des Arbeitsmangels einen harten Stand. Eine Kette
ist nicht fester als ihr schwächstes Glied, und so muss der unorganisierte
Arbeiter, besonders in Depressionszeiten, die Bedingungen
annehmen, zu denen der mittelloseste willig ist, zu
arbeiten. Die Höhe des Nadelgeldes von Farmersfrauen bestimmt
den Lohn der städtischen Berufsnäherin, und in Gewerben, wo das
Arbeitsangebot so unbegrenzt ist, wie in der Konfektionsbranche
musste der Tiefpunkt der Arbeitsbedingungen erreicht werden.
Von der Brutalität des Kampfes um Arbeit gibt der Bericht eines
Augenzeugen über die Zeiten vor dem Londoner Hafenarbeiterstreik
von 1889 ein Bild: „Auf einem Platze im Hafen, dem sogenannten
Käfig, umgeben von einem eisernen Geländer, habe ich
300 halbverhungerte Arbeiter gesehen, die darauf warteten, dass
jemand käme, der vielleicht 3 Leute brauchte. Nie werde
ich den Anblick des Kampfes dieser 300 hungrigen
Armen um die Gelegenheit zu 2—3 stündiger Arbeit
vergessen. Einer kletterte dem anderen auf den Kücken, um
die ersehnte Karte zu erlangen und blutend, atemlos und mit
zerrissenen Kleidern habe ich Leute abziehen sehen.“
Aber nicht allein in London und am Hafen, — man konnte