Full text : Organisierte Arbeit

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von  69%)  190^  von  77%  der  Vereinigungen  gezahlt.  Die  Altersunterstützung ­
  schwankt  zwischen  2  und  12  Mk.  bei  einem  Durchschnitt ­
  von  5—10  Mk.  wöchentlich;  sie  wird  aber  nur  von  38
der  100  grössten  Vereinigungen  gezahlt.  Die  verausgabte  Summe
stieg  jedoch  von  2  im  Jahre  1892  auf  4  Millionen  Mk.  im  Jahre  1901.
Begräbnisgelder  im  Betrage  von  2  Millionen  Mk.  im  Jahre  1901
zahlen  89  der  100  englischen  Vereinigungen.
Wie  diese  Politik  hoher  Beiträge  und  Unterstützungen  den
Wohlstand  der  englischen  Gewerkschaften  gehoben  hat,  ersieht
man  aus  der  Summe  von  80,7  Millionen  Mk.  .Kassenbestand  im
Jahre  1901  gegenüber  31  Millionen  in  1892.  Dafür  zahlt  das
Mitglied  durchschnittlich  jährlich  etwa  34  Mk.  Beiträge.
Die  amerikanischen  Organisationen  bleiben  wie  gesagt  in
diesen  Summen  weit  zurück.  Die  Zigarrenmacher  und  die  Deutschamerikanische ­
  Typographia  sind  wohl  die  einzigen,  welche  aus
der  Kasse  der  Zentrale  Arbeitslosengelder  zahlen,  wenn  auch  im
Falle  von  Massregelungen  verschiedene  andere  Vereinigungen  ihre
Mitglieder  unterstützen.  Die  gewöhnliche  Form  der  Versicherung
in  den  amerikanischen  Gewerkschaften  ist  die  von  Sterbe-  und  Begräbnisgeldern ­
  und  zwar  deshalb,  w r eil  diese  Kassen  leichter  und
mit  geringerem  Risiko  als  Kranken-  und  Unfallkassen  verwaltet
werden  können.  Vor  allem  zahlen  die  Eisenbahnbrüderschaften
in  dieser  Form  hohe  Unterstützungen;  so  betragen  die  Versicherungssummen ­
  bei  den  Lokomotivführern  3000—18  000,  den  Schaffnern ­
  4—20  000,  den  Heizern  2—6000,  den  Zuggehiilfen  1600  bis
2000,  den  Telegraphisten  1200—4000  Mk.  Die  Umlagen  sind  hier
für  Mitglieder  jeden  Alters  gleich  hoch  und  nur  die  Briefträger
haben  darin  Abstufungen.  Bei  der  Mehrheit  der  Vereinigungen
sind  die  Versicherungssummen  freilich  bedeutend  niedriger;  so  bei
Glasbläsern  und  Zigarrenmachern  höchstens  2000,  den  Lithographen
200—2000  und  bei  einigen  anderen  nur  200—400  Mk.  Auch  beim
Tode  der  Frau  wird  in  einigen  Fällen  eine  kleine  Unterstützung
gezahlt.
Krankenunterstützung  wird  von  etwa  einem  Dutzend  Zentralorganisationen ­
  und  von  einigen  Ortsgruppen  gezahlt.  Sie  beträgt
für  gewöhnlich  16—20  Mk.  wöchentlich.  Die  Zeit  für  diese  Zahlungen ­
  ist  begrenzt.  Zur  Auszahlung  w r erden  ärztliche  Zeugnisse
verlangt  und  Ortskomitees  kontrollieren  die  Kranken.  Die  höchste
Gesamtsumme  der  Zahlungen  haben  die  Zigarrenmacher  mit  17,9
Millionen  Mk.  in  den  Jahren  1879—1900  erreicht,  wovon  3,25
            
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