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heute eine Schar zivilisierter Männer, Frauen und Kinder
in völlig nacktem und schutzlosem Zustand in eine Wild
nis verschlagen würde, vollständig abgeschnitten von aller
Zivilisation, so würde unzweifelhaft fast ganz die alte
Arbeitsteilung, wenigstens für kurze Zeit, wieder Platz
greifen. Die Männer würden nach Steinen und Stöcken
suchen, um sich Waffen zum Schutz gegen wilde Tiere
und Feinde zu schaffen, auf die Jagd gehen, mit den Wil
den kämpfen und das gezähmte Vieh hüten.* Die Frauen
würden ihre Kinder säugen, das Fleisch kochen, das die
Männer heimbrächten, Hütten aufrichten, nach Wurzeln
suchen und womöglich sie anpflanzen. Sicherlich gäbe
es keine Müßiggänger in der Gesellschaft; denn die Frau,
die nicht für ihr Kind arbeiten, und der Mann, der nicht
auf die Jagd gehen oder die Gemeinschaft gegen An
griffe verteidigen wollte, sie würden von ihren Genossen
nicht erhalten werden und bald zugrunde gehen. Wenn
später die wilden Tiere ausgerottet und andere gezähmt
und die Kriegswaffen verbessert wären, so daß man nicht
mehr aller Männer für Krieg und Jagd bedürfte, dann
würden sie daheim bleiben und beim Pflanzen und Bauen
helfen. Viele Frauen würden sich dann zu Hausarbeit und
Handwerk zurückziehen, und die ganze ehemalige Entwick
lung würde sich im kleinen Maßstab wiederholen. In der
Gegenwart aber, innerhalb der neuen Felder geistiger Ar
beit oder gelernter Handarbeit, die an Stelle der alten Ar
beitsformen getreten sind, sehen wir nirgend eine solche
natürliche, spontane Arbeitsteilung, die auf natürlichen
Geschlechtsverschiedenheiten basieren würde.
Es ist ja möglich, obwohl in der Gegenwart keinerlei An
zeichen dafür sprechen und es sehr unwahrscheinlich klingt,
daß irgendein entfernter, jetzt noch unwahrnehmbarer Zu
sammenhang besteht zwischen der zu bestimmten Geistes-
Die jungen gefangenen Tiere würden wahrscheinlich von den Frauen
gezähmt und aufgezogen werden.