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weit ich es verstehe, die dringende Aufgabe, an Ort und
Stelle den Entwicklungsgang im Farmbetrieb durch praktische
Männer zu verfolgen. Das Lagerhaus- und Getreide
gradierungswesen in den Vereinigten Staaten könnte mit
Nutzen für uns studiert werden.
Das seitherige System, bei dem die Wahrung unserer
wirtschaftlichen Interessen — und hierin liegt ein offen
kundiger Mangel — ausschließlich den diplomatischen und
Konsularvertretern gleichsam im Nebenamt obliegt, ist
durchaus unzulänglich. Je mehr sich Deutschland zu einem
großen Exportstaat gedehnt, je mehr es den friedlichen
Wettkampf mit den Völkern der Erde aufzunehmen hat, desto
unabweisbarer wird es, namentlich in den Ländern unserer
kommerziellen Beziehungen, die wirtschaftliche Interessen
vertretung des Reichs von den sonstigen Auslands-Behörden
zu trennen oder, wenn dies unmöglich sein sollte, sie im
Rahmen des Bestehenden so selbständig als tunlich zu
machen und sie auf eine breite Grundlage zu stellen. Die
Beigabe von Handels- und Gewerbe-Attaches — es handelt
sich z. Zt. immer nur um einen Attache bei den Konsulaten,
und es sind sehr wenige Konsulate, die einen solchen
Attache haben — ist ursprünglich sympathisch begrüßt worden.
Es ist aber an und für sich undenkbar, daß ein einzelner
Mensch, er mag noch so begabt und arbeitsfreudig sein, zur
Leistung der Aufgaben, die ihm hier obliegen, physisch im
stande wäre. Die täglichen Geschäfte stellen so weitgehende
Verwaltungsaufgaben, daß weder der General-Konsul, noch
der Konsul, noch die Vize-Konsuln, die zumeist mit juristi
schen Arbeiten beschäftigt werden, Zeit haben, ihre Distrikte
persönlich zu bereisen und mit eigenen Augen zu sehen
und dann zu berichten, was sie gesehen und beobachtet
haben. Unsere Konsulate sind vornehme bureaukratische
Organisationen, nicht Werkstätten wirtschaftlicher Inter