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den Bereich ihrer Tätigkeit zogen. Die Kommunen, namentlich
die Städte, waren eifrig bestrebt, ihre hygienischen, sozialen
und Verkehrseinrichtungen zu verbessern und wandten daher
für die Herstellung von Wasserleitungen, Kanalisationen,
Straßenbauten, Schulbauten aller Art, Gasanstalten, elektrischen
Zentralen, Straßenbahnen, Volksparks und Bädern, für Zwecke
der Grundstücks- und Wohnungspolitik enorme Summen auf.
Hieraus ergab sich ein steter Mangel an flüssigem, Anlage
buchenden Kapital, der nur in Zeiten gewerblichen Nieder
ganges vorübergehend einer größeren Geldflüssigkeit wich. 1 )
Enorme, zum Teil dem Markte der sicheren Anlagen ent
gehende oder von ihm entnommene Kapitalien wurden zur Auf
rechterhaltung des Geschäftsbetriebes, wie für Neu-, Vergröße-
rungs- und Erweiterungsanlagen in Handel, Industrie und Land
wirtschaft erforderlich. Dieser Mehrbedarf äußerte sich zum Teil
in der Vermehrung von Wertpapieren, von Aktien- und Dividen
denwerten, sowie von Industrieobligationen. Die Bodenwerte
wurden mobilisiert. Pfandbriefanstalten aller Art befruchteten
den städtischen und ländlichen Realkredit und brachten Hunderte
von Millionen von Pfandbriefen heraus, die den Staats- und
Kommunalpapieren an Sicherheit nicht nachstanden, aber Zins
vergütungen gewährten, die etwas höher sind, als die des Staa
tes. Indem man das Hypothekenbankwesen einem Spezialgesetz
und der staatlichen Aufsicht unterstellte, erhöhte man die Sicher
heit der Hypothekenbankpfandbriefe und stärkte ihren Wett
bewerb mit den Staatsrenten. 2 )
Der scharfe Wettbewerb auf dem Kapitalmarkt zwischen
den vorhandenen Bedürfnissen der öffentlichen Körperschaften
Und den zunehmenden Ansprüchen der ungestüm vorwärts
drängenden Produktion mußte bei der stürmischen Kreditnach
frage zu steigenden Leihgeld-Zinssätzen führen. Nun ist, wie
Mahlberg 3 ) in einer wertvollen Arbeit nachweist, der Anleihe
kurs nicht allein durch Angebot und Nachfrage bestimmt, son
dern in viel stärkerem Umfange von dem allgemeinen Leihgeld-
’) von D o m b o i s, a. a. O. S. 39 f.
2 ) Biermer, a. a. O. S. 11.
3 ) a. a. O. S. 241.