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Ebenso betrug der Durchschnittslohn
der Buchdrucker ... 884 M.
der Deutschen Knappschafts-Berufsgenossenschaft; . . 756 „
Dagegen stellten sich die Durchschnittslöhne in der Textil-Industrie
wie folgt:
Rheinisch-Westfäl. Textil-Bernfsgenossenschaft .... 624 M.
Seiden-Berufsgenossenschaft 612 „
Elsässische Textil-Bernfsgenossenschaft 600 „
Norddeutsche Textil-Bernfsgenossenschaft 564 „
Süddeutsche Textil-Bernfsgenossenschaft 532 „
Ebenso weist auf die Bekleidungs-Berufsgenossenschaft
gar nur . . 492 „
und die Tabakindustrie nur 400 „
Gewiß ist eine einfache Vergleichung der Zahlen nicht möglich, da
ja Frauen und Kinder weniger leisten und auch deshalb weniger ver
dienen, wie die Männer, eine Unterscheidung in der Berechnung des
Durchschnittslohnes für Männer, jugendliche und weibliche Personen aber
nicht gemacht ist; anderseits treten auch bezüglich der verschiedenen Ge
genden ja gewiß noch andere wichtige Factoren mit in Rechnung
XGrad der industriellen Entwickelung, Preise der Lebensmittel rc.); im
Allgemeinen aber wird man obige Behauptung bestätigt finden.
Auch die Befürchtung: mit dem Verbot der Fabrikbeschäftigung
möchten die Kinder der viel schlimmern Hausindustrie in die Arme
getrieben werden, ist nicht zutreffend, — wenigstens nicht in dem Maße,
daß sie von einem gesetzlichen Verbote zurückhalten könnte. Zunächst
kommt dieselbe überhaupt nur dort in Frage, wo Fabrik- und Haus-
Industrie noch neben einander bestehen, letztere noch im Uebergangs-
stadium ist. Wenn auf die traurigen wirthschaftlichen und sanitären
Zustände der Haus-Industrie (z. B. in Schlesien, im sächsischen Voigt
lande re.) exemplificirt wird, dann ist es gewöhnlich diese in der Con-
currenz mit der Maschine stehende, im Todeskampfe begriffene „Haus-
Industrie", während die Schlußfolgerungen verallgemeinert
werden. Auch das sind Ausnahme-Verhältnisse, die, soweit möglich,
berücksichtigt werden sollen, aber nicht von einer allgemeinen gesetzlichen
Regelung zurückhalten können. Wo die Verwendung der Maschine an
sich technisch möglich und praktisch ist, bietet dieselbe so große Vor
theile, daß die Fabrik trotz Verbot der Kinderarbeit die Haus-Industrie
verdrängen wird. Und wenn z. B. in der Schweiz eine Vermehrung der
Haus-Stickerei stattgefunden hat, so ist das nicht etwa die Folge
des Fabrikgesetzes, wie vielfach behauptet wird, sondern der Grund liegt
in der Vervollkommnung und dem billigeren Preise der Stickmaschine,