Full text: Konserven und Konservenindustrie in Deutschland

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,^ K:n a ^so für den genannten Ort die Bedeutung, welche die 
Ul ppschen Werke für die Stadt Essen haben. Die Produktion der 
Extrakt of Meat-Company betrug bereits in den ersten Jahren: 
1867 i45 74 6 k g 1870 498505 kg 
1868 298227 „ 1871 420833 „ 
1869 360190 „ 1872 456246 „ 
Ikdd stieg dann der Verbrauch so, daß schon jährlich über 
000 Ochsen in Fray-Bentos geschlachtet wurden. In dem an 
überreichen Südamerika konnte die Fabrik nunmehr Fleisch 
et viel billiger hersteilen als früher aus teurem europäischen 
Ge SCh erst wur< ^ e das Ziel Liebigs, dem Fleischextrakt als 
en ußmittel allgemeine Verbreitung zu verschaffen, erreicht. 
v . den letzten Jahren wurden täglich 400 bis 500 Stück Horn- 
Ve nvendet, die ca. 1500 kg Fleischextrakt ergaben. Zu einem 
jy °S ratn m Fleischextrakt sind 30 bis 32 kg mageren Fleisches nötig. 
^ u sc hlachtenden Tiere müssen ein Alter von vier Jahren erreicht 
en > um zu Fleischextraktherstellung brauchbar zu sein, da der aus 
der rem her gestellte Extrakt klebrig und fade schmeckt. In 
Kampagne 1904/05, die etwa 5 Monate dauerte, wurden 
ein °°° ^"' nc * er ’ davon im Mai allein 43 000 Stück geschlachtet; gewiß 
in res P e ktable Ziffer. Die Liebig Company bewirtschaftet zurzeit 
( j,^ en ka Plata-Staaten 19 Weideländereien von zusammen 283 800 ha, 
• Unter auch kleinere Besitzungen. An großen Weidegütern befinden 
^«Cxl, Tr 
vie • Uru 8 ua y sechs eigene und zwei gepachtete, in Argentinien 
eigene und ein gepachtetes und in Paraguay zwei eigene Güter, 
auf aU ^ ^ en Farmen gehaltene Rindvieh belief sich im Jahre 1904 
s , I()0 1 97 Stück. Die in einer Saison von der Compagnie ge- 
yy teten Ochsen repräsentieren je nach den Viehpreisen einen 
6rt Von ungefähr 10—15 Millionen Mark. Da während der 
re^Pagne täglich bis zu 2000 Stück Rinder geschlachtet werden, 
Yj 11 die auf den eigenen Weiden der Gesellschaft gezüchteten 
er den bei weitem nicht aus. Daher werden auch geeignete 
fiel- aC ^dk're in ganz Uruguay und in den umliegenden Staaten auf- 
j a ^ ■ Aus fernen Gegenden treibt man die erstandenen Herden 
V(j ; Sani Ufi d unter Schonung nach Fray-Bentos. Hier erhalten sie 
\Y . ^ c,n Schlachten noch einige Tage volle Ruhe auf prächtigen 
f asse en ‘ Fie „Korrals“, große Einzäunungen, deren erste 5000 Ochsen 
d'e b ^ ann ’ ne hmen sie dann auf. Aus dem ersten Korral treiben 
f 0 j ^ Hftenen Gauchos (Viehtreiber) die Tiere nach und nach in die 
e^n, immer kleiner werdenden, bis sich der letzte Weg so ver- 
daß nur wenige Tiere nebeneinander gehen können. In dem 
. staatsw. Seminars z. Jena, Bd. IV, Heft 3. 7 
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