Full text : Konserven und Konservenindustrie in Deutschland

47

Mark

Spargelschälen  I.  Sorte  p.

50  kg

I-50—I-75

!,  II.  ,,  ,,

>>

2.50—3.00

HL  ..  „

3.50—4.00

„  Suppenspargel  „

,,

5.00—5.50

Bohnenabziehen  zweimal  „

O.ÖO—O.QO

„  viermal  „

>)

0.80—1.20

„  u.  -brechen  „

1.00—x.50

Puffbohnen  entkernen  „

1.00—1.50

Erbsen  enthülsen  p.  Liter

Kerne

O.O5

Die  Höhe  der  Akkordsätze  richtet  sich  nach  den  jeweiligen
Lohn  Verhältnissen.  Ferner  ist  zu  berücksichtigen,  ob  die  Arbeiterinnen
wehr  oder  weniger  eingeübt  sind.  In  Braunschweig  zum  Beispiel,
w o  ein  Teil  der  Bevölkerung  von  Jugend  auf  bereits  Arbeiten  in  der
Konservenindustrie  verrichtet,  gelten  deshalb  auch  meist  die  niedrigsten ­
  Akkordsätze.  Der  tägliche  Durchschnittsverdienst  der  einzelnen ­
  Heimarbeiter  ist  schwer  zu  ermitteln.  In  Braunschweig  erhält
der  Heimarbeiter,  auf  dessen  Namen  das  Gemüse  ausgeliefert  und
bearbeitet  wird  im  Durchschnitt  M.  2.50  bis  M.  3.50  per  Tag.  Man
vermag  aber  nicht  festzustellen,  wieviel  Familienmitglieder  sich  in
Arbeit  und  Lohn  teilen.
Bei  der  Rückgabe  der  bearbeiteten  Gemüse  an  die  Arbeitgeber
werden  die  Abfälle  wie  Schalen,  Bohnenfäden  usw.  wieder  mit  abgeliefert, ­
  um  feststellen  zu  können,  daß  das  zugewogene  Quantum
auch  wieder  zurückgegeben  wird.
Es  verdient  übrigens  noch  erwähnt  zu  werden,  was  allerdings
anscheinend  vielen  Konservenfabriken  nicht  bekannt  ist,  daß  auch
diese  Heimarbeiterinnen  bei  der  Berufsgenossenschaft  angemeldet
und  gegen  Unfall  versichert  werden  müssen.  Die  Nahrungsmittelmdustrie-Berufsgenossenschaft,
  der  die  Konservenfabriken  meist  angehören, ­
  hat  wiederholt  die  Erfahrung  gemacht,  daß  die  Heimarbeiter
beim  Lohnnachweise  einzelner  Konservenfabrikanten  fehlten;  ihre
Existenz  wurde  oft  der  genannten  Genossenschaft  erst  durch  Zufall
bekannt.

4.  Die  Beschäftigungszeit  der  Arbeiter.
Da  die  Beschäftigungszeit  für  die  Arbeiterinnen  in  der  Konservenindustrie
  von  großer  Wichtigkeit  ist  und  die  Arbeit  dieser  Betriebe
uut  keinem  anderen  Industriezweige  wegen  ihrer  Eigenart  zusammengestellt ­
  werden  kann,  ist  es  nötig,  hier  ausführlich  auf  die  gesetzlichen
Vorschriften  über  die  Arbeitszeit  einzugehen.
            
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