Full text : Die Untersuchung landwirtschaftlich und gewerblich wichtiger Stoffe

Bestimmung  des  Ammoniak-Stickstoffs.

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Röhre  ein.  Nach  Ablauf  von  5  Minuten  wird  der  Glashahn  wieder  fest.  eingesetzt,
jedoch  so  gestellt,  daß  das  Entwiokelungsgefäß  mit  dem  graduierten  Kohr  in  Kommunikation ­
  bleibt.  Man  wartet  darauf  5  Minuten  lang  und  beobachtet,  ob  der  Wasserspiegel ­
  im  graduierten  Rohr  infolge  der  durch  die  Abkühlung  bewirkten  Kontraktion  der
Luft  noch  gestiegen  ist.  Wenn  dies  der  Fall  ist,  so  wird  der  Glashabn  nochmals  gelüftet,
nieder  fest  eingedrückt  und  der  Wasserstand  im  graduierten  Rohr  nach  Ablauf  von  5  Minuten
abermals  beobachtet.  Dies  wiederholt  man  so  oft,  bis  das  Wasserniveau  gleichbleibend  aut
dem  Nullpunkt  einsteht.  Man  nimmt  nun  das  Entwickelungsgefäß  aus  dem  Kuhlzylmder
heraus  und  läßt,  nachdem  man  durch  den  Quetschhahn  20  30  ccm  Wasser  a  a  ic  eu
iassen,  allmählich  durch  Neigen  des  Entwickelungsgefäßes  die  Bromlauge  zu  der  Ammonsalzlösung ­
  zufließen.  Die  Entwickelung  des  Stickstoffes  wird  durch  Schwenken  des  Glases
befördert.  Darauf  schließt  man  den  Glashahn,  schüttelt  die  Entwickelungsflasche  kräftig
Um ,  öffnet  dann  den  Hahn  wieder,  um  das  entwickelte  Stickgas  in  die  graduierte  Rohre
übertreten  zu  lassen,  und  wiederholt  diese  Behandlung  dreimal.  Zuletzt  wird  das  Entwiokelungs-Fig.

  21.

Knop-Wagnersches  Azotometer.

b^fäß  wieder  in  den  Kühlzylinder  zurückgcstellt  und  durch  den  Glashahn  mit  der  graduierten
Öhre  in  Verbindung;  gebracht.  Nach  Verlauf  von  15  Minuten  hat  das  Gefäß  die  frühere
Temperatur  wieder  angenommen;  man  läßt  alsdann  durch  den  Quetschhalm  so  viel  Wasser
ab -  bezw.  zufließen,  daß  das  Niveau  in  den  beiden  kommunizierenden  Röhren  gleich  hoch
® te ht;  darauf  liest  man  die  Anzahl  der  entwickelten  ccm  Stickstoff,  die  Temperatur  des  im
-blinder  befindlichen  Thermometers,  sowie  den  jeweiligen  Barometerstand  ab.
Da  in  der  Flüssigkeit  des  Entwickelungsgefäßes  eine  nicht  unerhebliche
^nge  Stickstoff  absorbiert  wird,  ist  es  notwendig,  diese  hei  der  Berechnung  mit
Zu  berücksichtigen.  Um  hierbei  die  Dietrichsche 1 )  Tabelle  benutzen  zu  können,
e s  notwendig,  stets  genau  10  ccm  der  zu  untersuchenden  Flüssigkeit  und  50  ccm
•“romlauge  von  der  angegebenen  Konzentration  zu  verwenden,  da  sich  die  Menge
de s  absorbierten  Gases  bei  Änderung  der  Konzentration  und  der  Flüssigkeitsmenge
Obenfalls  ändert.
Die  Dietrichsche  Tabelle  für  die  Absorption  des  Stickgases  siehe  am  Schluß
Tabelle  No.  II.
')  Zeitschr.  f.  analyt.  Chemie  1866,  5,  40.
            
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