Full text : Die Untersuchung landwirtschaftlich und gewerblich wichtiger Stoffe

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Bestimmung  von  Eisenoxyd,  Tonerde,  Mangan,  Kalk  und  Magnesia.

\\  aschwasser  etwas  salpetersaures  Ammoniak  zusetzen,  welches  selbstverständlich
m cht  sauer  sein  darf.  Der  Niederschlag  wird  geglüht  und  gewogen.
1  Auch  für  diesen  Niederschlag  (Eisen-Aluminiumphosphat)  nimmt  man  die  Hälfte
(e s  Gewichtes  als  aus  Eisenoxyd  +  Tonerde  bestehend  an.  Ist  eine  genaue  getrennte ­
  Bestimmung  der  drei  Bestandteile  erwünscht,  so  nimmt  man  von  Anfang
zweckmäßig  3-mal  je  50  ccm,  behandelt  jede  Probe  für  sich,  wie  oben  angegeben,  bestimmt ­
  in  der  einen  Probe  die  Gesamtmenge  von  Phosphorsäure  +  Tonerde  -f-  Eisen-^yd,
  den  Niederschlag  der  2.ten  Probe  löst  man  in  Salpetersäure  und  bestimmt
ar in  die  Phosphorsäure  nach  dem  Molybdänverfahren,  in  der  S.ten  Probe  reduziert
man  nach  dem  Auflösen  des  Niederschlages  in  Schwefelsäure  das  Eisenoxyd  mittels
chemisch  reinen  Zinks  usw.  (S.  19) 1 )  zu  Eisenoxydul  und  titriert  mit  Kaliumpermanganat-Lösung ­
  von  bekanntem  Gehalt;  durch  Abzug  der  ermittelten  Menge  Phosphors.lure
  und  Eisenoxyd  vom  Gesamt-Niederschlage  erhält  man  die  Menge  Tonerde.
a  a her  der  Niederschlag  der  Sesquioxyde  auch  etwa  vorhandenes  Mangan  mit  einschließt, ­
  so  muß  dieses  für  sich  bestimmt  (vergl.  No.  5)  und  von  der  Gesamtmenge
(er  berechneten  Sesquioxyde  in  Abzug  gebracht  werden.
Zur  gleichzeitigen  quantitativen  Bestimmung  des  Kalkes  bringt  man
J  as  vorhin  abgeschiedene  und  ausgewaschene  Calciumsulfat  in  eine  Platinschale,
mgt  das  Filter  darauf,  brennt  den  Spiritus  weg  und  glüht  bei  mäßiger  Flamme  bis
ZUm  beständigen  Gewicht.
Die  Magnesia  dagegen  fällt  man  in  dem  Filtrat  des  Eisen-Aluminium-Phosphatniederschlages
  durch  Zusatz  von  Ammoniak  und  nötigenfalls  phosphorsaurem
Natrium,  läßt  12  Stunden  stehen  und  verfährt  wie  bekannt.
.  3.  Verfahren  von  H.  Lasne 2 )  zur  Bestimmung  der  Tonerde.  Lasne  schlägt  zur
^©Stimmung  der  Tonerde  in  den  Phosphaten  die  Fällung  der  noch  mit  überschüssiger
bosphorsäure  versetzten  Phosphatlösung  mit  Natronlauge  in  Nickelgefäßen  und  ein
inständiges  Erwärmen  des  Gemisches  bei  100°  vor,  wodurch  Tonerdephosphat  gelöst
'ynd;  in  dem  Filtrat  wird  dann  das  Tonerdephosphat  durch  Zusatz  von  Ammoniak  und
nimoniumacetat  oder  statt  letzterer  besser  mit  Ammoniumhyposulfit  gefällt,  der
jiederschlag  nach  dem  Trocknen  und  Glühen  zuletzt  im  Gebläse  geglüht  und  zur
Berechnung  der  Tonerde  mit  0,418  multipliziert.  Die  verwendete  Natronlauge  muß
Se  bstverständlich  frei  von  Tonerde  sein,  was  selten  der  Fall  ist.
p  *•  Verfahren  von  Hollemaun 3 )  zur  Bestimmung  des  Kalkes.  50  ccm  (=  1  g
r.b ( jsphat)  einer  salzsauren  Lösung  werden  stark  eingeengt,  mit  20  ccm  neutraler
f-ahumoxalatlösung  (1  :3)  versetzt  und  auf  dem  Wasserbade  unter  Umrühren  behandelt, ­
  bis  der  Niederschlag  rein  weiß  erscheint  und  keine  Klümpchen  mehr  ent-J

 )  Statt  dieses  Eeduktionsverfahrens  kann  auch  das  von  M.  Hauffe  (Chem.-Zeitung
21,  894)  augewendet  werden.  Mau  versetzt  die  saure  Lösung,  die  von  organischen
«offen  durch  Brom-Salzsäure  usw.  befreit  ist,  mit  einem  schwachen  Überschuß  von  Zinn-;
 Q1 °rür  (verdünnte  Lösung),  zerstört  den  geringen  Uberschuß  von  Zmnchlorür  durch  Zusatz
2  JO«  ccm  Quecksilberchlorid  (kalt  gesättige  Lösung),  setzt  weiter  60-100  ccm  Mangan-“jatlösung
  (100  g  kristallisiertes  Mangansulfat  in  1300  ccm  Wasser  gelöst  und  mit  200  ccm
1  Schwefelsäure  von  1  84  spezifischem  Gewicht  versetzt)  zu,  kühlt  rasch  ab,  verdünnt  mit
;/  Wi «scr  und  titriert  wie  üblich  Morgan  schlägt  (Chem.-Zeitung  1901,  25,  Kep.  275)
2  Vl hnellen  Reduktion  des  Eisenoxyds  Zinkkupfer  vor;  8  g  granuliertes  Zink  werden
Minuten  in  eine  10»/„ige  Kupfersulfatlösung  eingetaucht  und  das  so  gebildete  Zmk-Ka
 Pler  in  die  Eisenoxydlösung  gebracht;  die  Reduktion  soll  dann  nach  10  Minuten  beendet
Sein  (vergl,  S.  19).
)  Zeitschr.  f.  angew.  Chemie  1897,  276.
)  Chem.-Ztg.  1892,  16,  1471.

Land'

wirtschaftliche  Stoffe,  3.  Auflage.

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