Full text : Die Untersuchung landwirtschaftlich und gewerblich wichtiger Stoffe

Grün-  und  Rauhfutter.

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lieber  Lufttemperatur  wieder  so  viel  Wasser  aufnimmt,  als  etwa  heim  Mahlen  aufgenommen ­
  werden  könnte,  wägt  dann  die  Gesamtmasse  zurück  und  pulvert  mit  der
Schrotmühle.

Als  Schrotmühlen  sind  eine  ganze  Anzahl  in  Gebrauch;  am  weitesten  sind  für  den
Zweck  zur  Zeit  die  Excelsior-Schrotmühlen 1 )  verbreitet,  die  sowohl  für  Hand-  als
Kraftbetrieb  (Wasser-  und  Elektromotoren)  eingerichtet  werden  und  ein  sehr  feines  Mahlgut ­
  zu  liefern  imstande  sind;  meistens  genügt  die  mit  der  geringsten  Leistungsfähigkeit
(AI);  wo  eine  genügende  Wasser-  oder  elektrische  Kraft  zur  Verfügung  steht,  kann  man
auch  eine  solche  von  größerer  Leistungsfähigkeit  anwenden.
M.  Märcker  hatte  seinerzeit  zum  staubfeinen  Pulvern  noch  eine  besondere  Pulveroder ­
  Zerkleinerungsmühle 2 )  hergestellt;  diese  Vorrichtung  erfordert  indes  viel  Kraft  und
verhütet  auch  nicht  genügend  das  Verstäuben  oder  Heraussohleudern  von  gepulverter  Masse,
80  daß  sie  sich  nur  wenig  Eingang  verschafft  hat.

Von  der  gepulverten  Masse  werden  5—10  g  in  Trockenkölbchen  abgewogen
und  einige  Zeit  bei  105°  weiter  getrocknet,  um  alles  Wasser  zu  entfernen  und  zu
bestimmen.
Die  Berechnung  des  ursprünglichen  Wassergehaltes  ist  folgende:
Angenommen,  es  seien

I.  Eauhtrookeniütter

ursprünglich  abgewogen  1006,28  g
diese  geben  nach  dem  Trocknen  bei  50—60°  .  921,10  „

Kerner  mögen  von  der  vorgetr.  Substanz  .  .  ^>^865  g
hei  106°  noch  verlieren  0,52  „
also  Wasser  in  Prozent  enthalten  /o
oder  Trockensubstanz  93,13  „

II.  Grünfutter
4020,55  g
598,68  „
8,1435  g
0,4587  „
5,63  %
94,37  „.

Man  kann  nun  die  in  921,10  g  noch  vorhandene  Wassermenge  nach
Gleichung  x  :  921,10  =  0,5216  :  7,5865  oder  einfacher  nach  dem  Ansatz
rgKlOx  6,87
löo  =  68,279  g  berechnen;  diese,  von  921,10  g  abgezogen,  ergeben  den
wirklichen  Trockensubstanzgehalt.  Aber  noch  einfacher  ist  es,  wenn  man  von  der
2  eren  prozentigen  Trockensubstanz  ausgeht  und  auf  die  ursprüngliche  Masse
' 3ereC ^ net ’  wenn  die  bei  50—60°  vorgetrocknete  Substanz  93,13  °/ 0  bezw.
’  ‘  Io  Trockensubstanz  enthält,  so  ergibt  sich  für  die  ursprüngliche  Masse;

Rauhfutter
921.10  x  93.13
°  =  857,820  g

Grimfutter
598,68  X  94,37

100

100

564,974  g,

■  =  14,06%.

XV/V/
als °  prozentiger  Gehalt  der  ursprünglichen  Masse  an  Trockensubstanz:
857,820x  100  q-  o,  564.974xJ.00
~1Ö0528  =  80,33  /o  4020,55
.  Die  Bestimmung  der  einzelnen  Bestandteile  erfolgt  nach  dcnv.irstehend
beschriebenen  Verfahren  in  der  lufttrocknen  Substanz.  Um  die  gefundenen
Ergebnisse  auf  ursprüngliche  Substanz  zu  berechnen,  hat  man  die  gefundenen  Zahlen
einfach  nach  der  Gleichung:  ,
für  I.  (Rauhtrockenfutter)  x;  85,33  ==  1:93,13  (=0,9162)  mit  0,9162,
für  II.  (Grüufutter)  x  ;  14,05  =  1:94,37  (=  0,1489)  mit  0,1489
z n  tnoltiplizicrcn.

?»ggeniu D f Bj p X " el l 0 ™ ü ** len  we rden  von  dem  Eisenwerke  Gaggenau,  Aktien-Gesellschaft
1903,  27  5qo  , en '  geliefert.  Auch  hat  Th.  Körner  eine  Mühle  dieser  Art  in  Chem.-Zeitung
hoff  l',!;,'  .'^‘rieben;  diese  und  andere  Mühlen  liefert  auch  die  Eirma  Fr.  Hugers-2)
  j.  ■  ^"
mse  wird  von  Mechaniker  Dreefs  in  Halle  a.  S.  geliefert.
            
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