Full text : Die Untersuchung landwirtschaftlich und gewerblich wichtiger Stoffe

Schlempe,  Pülpe,  Treber,  Trester  usw.

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schickten  und  mit  einem  Uhrglase  bezw.  einer  Glasplatte  zu  bedeckenden  Porzellanschale ­
  abwägt,  den  Inhalt  erst  auf  dem  Wasserbade  eindunstet,  dann  im  Trockenschrank ­
  bei  105—110°  so  lange  trocknet,  bis  annähernde  Gewichtsbeständigkeit  eingetreten ­
  ist.  Für  ganz  genaue  Bestimmungen  des  Wassergehaltes  empfiehlt  sich
e in  Austrocknen  im  Vakuum  bei  100°.
Hat  man  die  Treber  usw.  wie  unter  No.  I  (Grünfutter)  vorgetrocknet  und  gemahlen, ­
  so  verfährt  man  zur  weiteren  Untersuchung  der  lufttrocknen  Substanz,  wie
u nter  A  S.  208  und  ff.  angegeben  ist.
Läßt  sich  diese  Art  Futtermittel  indes  hinreichend,  wie  Schlempe,  ohne  vorgetrocknet ­
  zu  werden,  mischen,  so  daß  man  in  10—50  g  eine  genügende  Durchc
  ni ttsprobe  voraussetzen  kann,  so  verwendet  man  einfacher  und  rascher  zu  den
weiteren  Bestimmungen  die  frische,  natürliche  Masse,  nämlich:
2.  Stickstoff.  10—20  g  bezw.  so  viel  Substanz,  als  1—2  g  Trockenstanz
  entsprechen,  werden  direkt  mit  Schwefelsäure  usw.  versetzt  und  nach
Jeldahl  verbrannt;  oder  man  kann  sie  auch  erst  in  Hof  meisten  sehen  Glasa
  eben  unter  Zusatz  von  etwas  Gips  auf  dem  Wasserbade  eindunsten,  dann
' dmt  Schälchen  zerdrücken,  in  einen  Kolben  bringen  und  weiter  nach  Kjeldahl
verbrennen.  Versetzt  man  die  ursprüngliche  Substanz  direkt  mit  Schwefelsäure,
J  uuiß  man,  um  ein  Verspritzen  zu  vermeiden,  erst  mit  kleiner  Flamme  erwärmen,
18  ^ as  Wasser  verdunstet  ist.
,q  Uie  Trennung  der  einzelnen  Stickstoff-Verbindungen  erfolgt  wie  unter  A
0 5 -  209  u.  ff.).
Fett.  30—70  g  der  frischen  Substanz,  etwa  5—10  g  Trockensubstanz
etw ^ 0 nd,  werden  in  Hof  meisten  sehen  Glasschälchen  mit  geglühtem  Sand  und
im  t  ( w * e  hei  Hilch)  auf  dem  Wasserbade  eingedampft,  dann  mehrere  Stunden
wie  ..Verschränke  bei  95—100°  getrocknet,  aufs  sorgfältigste  verrieben  und
1  heb  mit  wasserfreiem  Äther  ausgezogen.
H  Freie  Säuren.  Diese  werden  wie  bei  Sauerfutter  usw.  (S.  258)  bestimmt.
Schw  f  16  * ac h  wird  der  Maische  zur  Erzielung  einer  reineren,  kräftigeren  Gärung
säure* 3  G ' Säure  zu gesetzt,  nämlich  auf  50  kg  Schrot  90—120  ccm  Schwefelüicht
  VOn  Solcherweise  gewonnene  Schlempe  kann  daher,  wenn  die  Säure
halte  111 ^chiäminkreide,  wie  anzuraten,  abgestumpft  ist,  freie  Schwefelsäure  entn
 ’  es  berechnen  sich  für  50  kg  Schrot  120—180  g  freie  Schwefelsäure  (SOg). 1 )
daß  s j e  Udn  Nachweis  der  freien  Schwefelsäure,  welche  dadurch  nachteilig  wirkt,
kauiu 10  <iem  ® ut  Alkali  entzieht,  kann  man  die  bei  „Essig“  angeführten  Verfahren
Voli g f  v ® rwen den.  Man  wird  daher  in  solchen  Fällen  am  zweckmäßigsten  eine
und  ‘  , Uge  Aschenuntersuchung  (Bestimmung  sämtlicher  Basen  und  Mineralsäuren
führen  <U '  letztere  in  der  mit  Natriumkarbonat-Zusatz  hergestellten  Asche)  ausbleibt
  ’  rr'  nacl1  Umrechnung  auf  Salze  zu  ersehen,  ob  freie  Mineralsäure  übrig
Sehlem  .  ler h®i  kann  man  die  Schwefelsäure  direkt  in  einer  abgewogenen  Menge
mit  g a j  ,.  urc ^  filtrieren  und  hinreichendes  Auswaschen  im  Filtrat  nach  Ansäuern
Phorsäuro lUr,e  ^ Urc ^  Lhlorbaryum  fällen,  während  man  zur  Bestimmung  der  Phos-Aschenu
  t  ^  k°hlensaurem  Natrium  oder  auch  etwas  Kalihydrat  und  Salpeter  (vergl.
g  n  ers uchung  S.  197  und  198)  eindampft,  verascht  und  diese  in  der  Aschehestimmt,
man  I'nöt'  Uc * er ’  Dextrin.  Falls  eine  Bestimmung  dieser  erforderlich  ist,  verfährt
S.  226  og™  na( 'h  Konzentration)  mit  einer  entsprechenden  Gewichtsraenge  nach
Uüd  mit  *^ ac ^weis  freier  Schwefelsäure  kann  man  unter  Umständen  etwas  einengen
0  Ol  fällen,  wie  bei  Wein  (vergl.  Chem.  Centralbl.  1891,  I,  1018).

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