Full text : Die Untersuchung landwirtschaftlich und gewerblich wichtiger Stoffe

Mikroskopische  Untersuchung.  Sommerrübsen.  Kohlsaat.  Erdnuß.

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Sommerrübsen,  Brassica  Bapa  anuua  Koch-Metzger.
Der  Samen  des  Sommerrübsens  ist  kleiner,  die  Farbe  desselben  heller  (rötlichbraun)
  als  der  bezw.  die  des  Rapses.
Die  Zellstruktur  des  Sommerrübsens  ist  nahezu  übereinstimmend  mit  derjenigen
von  Brassica  Napus,  nur  die  der  StäbcbenscMcht  ist  ein  wenig  abweichend.  Die  Länge
der  Stäbchenzellen  (Fig.  105)  variiert  nämlich  in  ziemlich  regelmäßigen  Abständen ­
  um  eine  Kleinigkeit,  und  deshalb  erscheint  die  Schicht  in  tangentialer
Lage  über  den  längeren  Stäbchen  wie  von  einem  undeutlichen  Schattennetz  überzogen.
Gleichzeitig  sind  die  radialen  Zellwände  am  zentralen  oder  basalen  Teil  so  verdickt,
daß  die  Zelllumen  nahezu  verschwinden,  niemals  aber  den  Durchmesser  der  Doppelwandungen ­
  erreichen.

Sommerrübsen.  Querschnitt.
1  Epidermis,  2  Parenchymschicht,  3  Stäbchenschicht, ­
  4  Farbstoffschicht,  5  äußere,  6  innere
Endospermschicht.

Tangentialansichten  zu  den  entsprechenden  Nummern  des  Querschnittes.
Fig.  105.  Sommerrübsen.  (Vergr.  200.)  Nach  C.  Böhmer.

Kohlsaat,  Brassica  oleracea  L.
Die  Zellstruktur  von  Brassica  oleracea  (Fig.  106,  S.  340)  ist  derjenigen  von
Brassica  Napus  und  Eapa  sehr  ähnlich.  Die  Stäbchen  sind  gleich  lang,  der  seitliche,
unverdickte  Teil  der  Zellwände  ist  sehr  kurz,  auf  Querschnitten  kaum  bemerkbar;
auf  denselben  sind  kennzeichnend  die  hohen,  in  Wasser  stark  aufquellenden
Epidermiszellen.
Ober  die  in  Raps-  und  Rübsenkuchen  vorkommenden  Sinapis-  und  sonstige
Brassica-Arten  vergl.  weiter  unten  unter  „Unkrautsamen“.

Erdnuß,  Lrachis  hypogaea  L.
Die  Preßrückstände  der  zu  del1  .^'f^Krattf^ttenSttel^'^hren 11  botanischen
hypogaea  L.)  gehören  jetzt  zu  den  beliebtesten  Ki  j  ’  ,  Ab-Namen
  verdankt  die  Pflanze  dem  Umstande,  daß  der  Fruchtknoten  nach  dem  Ab
blühen  unter  den  Boden  eindringt  und  dort  zur  Reife  gelangt.  Die  Samen  liegen
            
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