Käse.
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mit 20—30 g ausgeglühtem Sand und einem Glasstäbchen beschickten Platinschale
mit dem Sande innig vermischt und, wenn möglich, unter zeitweiligem Umrühren
bei 100—105° oder noch besser im Vakuum bei 100° bis zum gleichbleibenden
Gewicht getrocknet.
K. Windisch 1 ) empfiehlt, nur 1—2 g Käse und auf je 1 g Käse 10 g Sand zu
verwenden, im Wasserdampf-Trockenschranke zunächst 10 Minuten zu trocknen, dann nochmals
zu verreiben, wiederum 2 Stunden zu trocknen, zu wägen und dann zur Kontrolle
nochmals 1 / 2 Stunde zu trocknen.
Das von Alex. Müller’ 2 ) vorgeschlagene Verfahren zur gleichzeitigen Bestimmung
von Fett und Wasser dürfte für praktische Zwecke wohl zu umständlich
sein; es mag daher hier nur darauf verwiesen werden.
2. Bestimmung des Bettes. Zur Bestimmung des Fettes dienen folgende Verfahren
:
a) Ausziehen des getrockneten Käses mit Äther. Man bringt etwa
3—5 g Käsemasse in einen Mörser, auf dessen Boden sich eine entsprechende
Menge geglühter Sand befindet, und erwärmt den Mörser einige Stunden im Wasserdampf-Trockenschranke.
Darauf zerreibt man die Masse mit Sand, füllt diese
Mischung in eine fettfreie Papierhülse, spült die Schale mit Äther aus und zieht
die Mischung 4 Stunden im Fettextraktionsapparat mit Äther aus. Darauf wird
der Inhalt der Papierhülse nochmals fein zerrieben und abermals etwa 2 Stunden
ausgezogen. Nach dem Abdestillieren des Äthers wird der Rückstand 1 Stunde im
Dampftrockenschranke getrocknet und darauf gewogen.
Aus Magerkäse wird nach M. Siegfeld 3 ) aber trotz zweimaligen Ausziehens nicht
die gesamte Fettmenge gewonnen.
Bei überreifen Käsen und solchen, welche Zusätze (Kräuter usw.) erfahren haben,
empfiehlt A. Devarda 4 ) das Rohfett durch Auflösen in kaltem Äther zu reinigen, wobei
Nichtfette, die in warmem Äther löslich waren. Zurückbleiben.
h) Ausschütteln der mit Salzsäure gekochten Käsemasse mit
Äther. Stefan Bondzynski 5 ) hat das Verfahren zur Fettbestimmung in der
ÄfiIch von W. Sohmid und Stan. Bondzynski (vergl, S. 455) auch zur Bestimmung
des Fettes im Käse angewendet und sich dabei des kalibrierten Röhrchens
den beiden kugelförmigen Erweiterungen bedient. A. Kirsten 6 ) empfiehlt
dieses Verfahren.
E. Ratzlaff 7 ) schlägt neuerdings folgende Abänderung des Verfahrens von
St. Bondzynski vor: 3—5 g Käse werden in einem Kölbchen von etwa 30 ccm
lühalt abgewogen und mit 10 ccm Salzsäure vom spezifischen Gewicht 1,125 bis
ZUr vollständigen Lösung unter Umschwenken über einer kleinen Flamme erhitzt
’üid dann noch 8—10 Minuten im schwachen Sieden erhalten, wobei sich die
Flüssigkeit braunrot färbt. Nach der Abkühlung wird sie in ein Gottliebsches
Rohr (vergl. S. 454) gegossen und das Kölbchen 2—3-mal mit im ganzen 25 ccm
Äther nachgespült. Darauf werden noch 25 ccm Petroläther hinzugegeben und im
übrigen wie bei der Fettbestimmung in der Milch nach Gottlieb-Röse verfahren.
1 ■ ^iegfeld 8 ) empfiehlt dieses Verfahren.
5 Arb. d. Kaiserl. Gesundh.-Amt. 1898, 14, 506,
-) Landw. Jahrbücher 1872, 1, 68; vergl. „Vereinbarungen“ Heft I, S. 77.
8 ) Milch-Ztg. 1904, 33, 289.
4 ) Zeitschr. f. analyt, Chem. 1897, 36, 751.
Ebenda 1894, 33, 186.
Zeitschr. f. Untersuchung d. Nahrungs- u. Genußmittel 1898, 1, 742.
’) Milch-Ztg. 1903, 32, 65.
8 ) Ebenda 1904, 33, 289.