fullscreen: Geld-, Bank- und Börsenwesen

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Die offizielle Börse findet zwischen 10 und 3 Uhr statt. Alle Geschäfte 
werden „per Kasse“ („cash“ — Lieferung am Tage des Abschlusses/ 
„regulär way“ — Lieferung am nächsten Tage, „at three days“ — Liefen 
rung am 3. Tage nach dem Abschluß) reguliert. Die Stock Exchange 
Hat ihren eigenen Kassenverein, The Clearinghouse of the New York 
Stock Exchange, dem jedes Börsenmitglied angehört, und an das täglich 
bis 7 Uhr abends eine Aufstellung sämtlicher Abschlüsse (Clearinghouse 
sheet) einzureichen ist. 
Ist ein Geschäft abgeschlossen, so meldet es der Makler dem Komitee 
schriftlich auf einem Zettel. Das Komitee registriert die Meldungen und 
teilt die Kurse der Quotation Company mit, die sie durch die telegraphi 
schen Börsen-Ticker (Fernschreiber) an die Abonnenten (Brokers, Ban 
kiers und andere Börseninteressenten) weiter meldet. Auf endlosen Papier 
streifen treten die Einzelabschlüsse mit Quantum und Kurs hervor. In 
den Geschäftsräumen der Makler werden sie von einem Angestellten ver 
lesen, von einem anderen aus einer Tafel notiert, die von Börseninter 
essenten umringt ist, die, angeregt durch die Kursmeldungen, Aufträge 
erteilen, die telephonisch zur Börse gegeben werden und nach kurzer Zeit 
bereits wieder, als ausgeführt gemeldet, an die Tafel angeschrieben werden. 
Man kann somit in den Banken usw., ja sogar von der Straße aus durch 
die Anschläge in den Schaufenstern ständig den Verlauf der Börse beobachten. 
Diese Veröffentlichungen erfolgen wenige Minuten nach Zustandekommen 
des betr. Geschäfts. Die Namen der Papiere werden gekürzt (auf Grund 
eines allen Abonnenten bekannten Schlüssels) angegeben. Nur Schlüsse von 
mehr als 100 Aktien, bzw. von mehr als 1000 $ in Obligationen werden mittels 
Ticker gemeldet. 
In allen Aktien, die nicht an der Börse eingetragen sind (es sind dies 
z. B. die Mehrzahl der Minen-Aktien), handeln die (etwa 200) Curb- 
Brokers (Rinnsteinmakler). Den Namen haben sie erhalten, weil sie ihre 
Versammlungen regelmäßig auf der Straße abhielten. Im Juni 1921 
bekam die bisherige Straßeubörse (Curd) ihr eigenes Gebäude. Der Preis 
für einen Sitz, der 1923 3500, 1924 8000 I kostete, ist Ende 1926 bis 
auf 32 000 $ gestiegen. 1922 entstand eine neue Straßenbörse [Curl 
Stoch and Bond Market), die jederman zugänglich ist. Etwa gleichzeitig 
wurde im Stadtteil Harlem eine Wertpapierbörse errichtet, deren Mit 
gliedschaft auf Neger beschränkt ist, und an der hauptsächlich Werte ge 
handelt werden, an der Neger stark beteiligt sind.
	        
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