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Trinkwasser.
*) Zeitschr. f. Untersuchung d. Nahrungs- u. Genußmittel 1905, 9, 464.
s) Das von M. Busch 1 ) vor geschlagene Verfahren, welches auf der Schwerlöslichkeit
des Nitrats der synthetisch gewonnenen Base „Diphenyl-endanilo-dihydrotriazol“
beruht, bedarf noch wohl einer weiteren Ausarbeitung.
8. Chlor. 100 ccm Wasser werden mit etwa 1 ccm einer Lösung von neutralem
Kaliumchromat versetzt und mit 1 ll 0 Normalsilbernitratlösung so lange
titriert, bis sich durch Ausscheidung von chromsaurem Silber ein rötlicher Niederschlag
bildet bezw. die Flüssigkeit eine rötliche Färbung annimmt.
1 ccm der 1 j 10 Normalsilbernitratlösung entspricht dann 0,003546 g Chlor oder
0,00685 g Chlornatrium.
Es ist nicht immer zutreffend, die Menge des gefundenen Chlors auf Chlornatrium
zu berechnen, da dasselbe nicht selten auch als Chlormagnesium und Chlorcalcium im
Wasser enthalten sein kann.
Enthält ein Wasser freie Mineralsäuren, welche die Bildung des chromsauren Silbers
verhindern, so muß das Chlor entweder titrimetrisch nach dem Verfahren von Yolhard oder
gewiohtsanalytisch bestimmt werden.
Bei geringen Mengen Chlor in einem Wasser (unter 10 mg in 1 1) werden
zweckmäßig 500 ccm mit Salpetersäure angesäuert, sofort mit Silbernitrat versetzt
und so lange erwärmt, bis sich das Chlorsilber flockig abgeschieden hat. Die
Wägung des Chlorsilbers geschieht am besten nach der Reduktion im Wasserstoffstrome
als metallisches Silber (1 g Ag ■= 0,3284 g CI).
Enthält ein 'Wasser viel organische Stoffe, so müssen diese unter Umständen
vorher zerstört werden (vergl. hierüber unter folgendem Abschnitt „Schmutzwasser“).
9. Schwefelsäure. 200 ccm Wasser werden mit etwas Salzsäure angesäuert,
zum Kochen erhitzt und dazu etwa 10—20 ccm ebenfalls zum Kochen erhitzte
Chlorbaryumlösung gefügt.
Nachdem das Kochen noch einige Minuten fortgesetzt wurde, läßt man den
Niederschlag an einem warmen Orte, etwa auf dem Wasserbade, absitzen und
filtriert durch ein aschenfreies Filter. Der mit heißem Wasser ausgewaschene
Niederschlag wird getrocknet, in einem gewogenen Platintiegel verascht, geglüht
und gewogen. Aus dem Gewicht des schwefelsauren Baryums wird durch Multiplikation
mit 0,3429 die Menge der Schwefelsäure gefunden.
Hat man vor der Fällung mit Chlorbaryum die Kieselsäure abgeschieden, so
muß der Rückstand wegen der Schwerlöslichkeit des Calciumsulfats genügend mit
heißem, salzsäurehaltigem Wasser ausgewaschen werden.
10. Kohlensäure, a) Nachweis und Bestimmung von freier Kohlensäure.
Zur qualitativen Prüfung auf freie Kohlensäure löst man 1 Teil Eosolsäure
in 500 Teilen 80°/ o -igem Weingeist, versetzt mit etwas Ätzbaryt oder
Natronlauge bis zur beginnenden rötlichen Färbung und verwendet von dieser Lösung
etwa 1 / 2 ccm auf 50 ccm des zu prüfenden Wassers. Bei Gegenwart von freier
Kohlensäure wird die Flüssigkeit gelblich, bei Gegenwart von nur doppelkohlensauren
Salzen bleibt sie rot.
Auch kann man zur Kontrolle durch Alkali eben rotgefärbte Phenolphthalein -
lösung verwenden, welche durch Wasser mit dem geringsten Gehalt an freier
Kohlensäure entfärbt wird.
Es empfiehlt sich unter allen Umständen, Wasser, welches keine
freie Kohlensäure enthält, zum Vergleich in derselben Weise zu behandeln.