Mikroskopische und biologische Untersuchung.
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Zweckmäßiger ist es, den Agar nicht im Röhrchen mit dem Wasser zu mischen, sondern
dieses in die Petri-Schale zu pipettieren, den Agar darüber zu gießen und nun in
der Schale zu mischen.
Gelatineplatten und Agarschalen werden am besten bei etwa 20° aufbewahrt.
Nach zwei bis drei Tagen sind sie mit Kolonien mehr oder minder dicht besetzt.
Je nach der Dichte der Kolonien wird man die Auszählung der Platten früher oder
später vornehmen. Bei dünn bewachsenen Platten kann man, wenn es der Fall
erlaubt, die Auszählung
bis zum zehnten Tage
hinausschieben und die
Zählung mittels der Lupe
vornehmen.
Zu diesem Behufe
legt man die Platte auf eine
sog. Zählplatte (Fig. 305),
eine durch Gravierung Fig, 305. zatipiatte für Piattehkuituren.
in Quadratzentimeter und
Quadratmillimeter geteilte Glasplatte, und zählt sämtliche in 1 qcm oder 1 qmm
liegende Kolonien. Letzteres wiederholt man an mehreren (6 bis 10) Stellen der
Platte und nimmt zuletzt das Mittel aus den erhaltenen Zahlen. Die Mittelzahl
mit der Anzahl der Quadratzentimeter,
welche die
Gesamtfläche der Gelatine
bedeckt, multipliziert, ergibt
die in 1 ccm oder
*/ 2 ccm usw. Wasser enthaltenen
Keime, von
welchen jeder eine mit unbewaffnetem
Auge sichtbare
Kolonie gebildet hat.
Bei Anwendung von 0,5,
0,25 oder 0,2 ccm Wasser
wird die Anzahl auf 1 ccm
Wasser umgerechnet.
Hat man die Kulturen
in Petrischen Schalen
angelegt, so bedient man
sich zweckmäßig der Zählplatte
von Lafar (Fig.
306). Bei derselben sind Hg - 806 ' zähl P latte für Sohalenkulturen (nach Lafar).
die einzelnen Sektoren des Kreises in Felder von je 1 qcm Inhalt eingeteilt. Man zählt
mehrere Felder von je 1 qcm aus und berechnet darnach aus der Mittelzahl die
Gesamtzahl nach der Formel r 2 ?r, oder man berechnet, wieviel Keime auf einen
Sektor etwa von 60° kommen, und erhält die Gesamtzahl durch Multiplikation mit 6.
Bei dichter bewachsenen Platten führt man die Zählung der Kolonien besser mit
dem Mikroskop bei etwa 40- bis 60-facher Vergrößerung aus. Zu diesem Zwecke
bestimmt man die Größe des Gesichtsfeldes, indem man mittels des Zeichenapparates
ein genaues Bild davon auf einem in Höhe der Gelatineplatte befindlichen Zeichenbrett
entwirft, den Durchmesser des Bildes mißt und durch die doppelte Ver