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Allerdings kann man nicht voraussehen, bis zu welchem Grade
sich die Preise ändern werden. Natürlich wird die Änderung
nicht so erheblich sein, wie es wohl der Fall sein würde, wenn
der Grundsatz richtig wäre, daß jede Zollermäßigung eine ent
sprechende Preisänderung herbeiführt. Um es noch einmal zu
wiederholen, der Zoll auf Wollzeuge war in der Hauptsache ein
Schutzzoll. Inländische Wollwaren behaupteten das Feld und die
Konkurrenz unter den inländischen Fabrikanten hielt die Preise
der meisten Ware innerhalb der Grenzen der Fabrikationsun
kosten. Diese Fabrikationsunkosten erhöhten sich fraglos dadurch,
daß das Rohmaterial — Wolle —- durch den Zoll im Preise erhöht
wurde. Inwieweit die tatsächlichen Fabrikationsunkosten höher
waren als in anderen Ländern, ist schwer anzugeben. Wenn der
35prozentige Zoll nur die höheren Fabrikationsunkosten innerhalb
des Landes zum Ausgleich bringt, so wäre die Änderung im Zoll
auf Wollwaren nur nominell, indem sie einen tatsächlich wirkungs
vollen Schutzzoll an Stelle eines unnötig hohen Prohibitivzolles
setzt.
Scheinbar haben die Demokraten sich in diesem Falle be
müht, das Wettbewerbsprinzip anzuwenden. Die Untersuchungen
des früheren Tarifausschusses und einige weitere darauf
basierende Kalkulationen deuteten an, daß ein Zoll von 35% un
gefähr der Differenz in den Herstellungskosten der amerikani
schen und ausländischen Fabrikanten entsprechen würde. Das ist
aber nur eine oberflächliche Berechnung. Bei einigen Waren ist
der Zollsatz von 35% mehr als hoch genug, so daß der inländische
Fabrikant sich behaupten kann. Andere Waren werden zum Nach
teil der amerikanischen Produktion importiert werden. Prophe
zeiungen eines allgemeinen Unglücks, das aus solchen Änderungen
herrühren soll, werden zwar ohne Zweifel in gutem Glauben ge
macht und durch die entstellenden Berichte über die Notwendig
keit des hohen Schutzzolls hervorgerufen, aber sehr oft
auch nur mehr oder weniger vorgeschützt. Denen, die
solche Behauptungen aufstellen, liegt hauptsächlich daran,
die unwillkommenen Änderungen abzuwehren oder abzu
schwächen. Der größere Teil der Woll- und Kammwoll-
Webereien wird bei einem Zollsatz von 35% wie bisher
bestehen können. Einige wenige schwächere Webereien werden