Full text : Das Zolltarifgesetz der Vereinigten Staaten von 1913

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vom  Jahre  1897  blieb  ohne  Ermäßigung  bis  1909  in  Kraft.]  Die
Republikaner,  die  im  Jahre  19Q9  noch  am  Ruder  waren,  wußten
jedoch,  daß  das  Volksempfinden  gegen  die  sehr  hohen  Zölle  war
und  versuchten  durch  ein  Gesetz  vom  gleichen  Jahre  einige  Ermäßigungen ­
  zu  bewirken.  Diese  waren  jedoch  sehr  geringfügig
und  das  Schutzsystem  selbst  blieb  intakt.^  Man  kann  daher  wohl
behaupten,  daß  mit  Ausnahme  des  kurzen  Bestehens  des  Wilson-Gesetzes
  (1894—97)  vom  Datum  des  Mc  Kinley-Tarifs  vom
Jahre  1890  an  bis  zum  Jahre  1913  ein  strenges  Schutzsystem
geherrscht  hat.J  Die  Demokraten  haben  sich  während  dieses
Zeitraumes  stpts  als  Gegner  des  Schutzsystems  gezeigt.  Ihre
jeweilige  Stellung  wurde  in  den  verschiedenen  Jahren  mehr  oder
minder  von  den  Auffassungen  ihrer  Parteiführer  beeinflußt.  Man
kann  zwar  nicht  schlechthin  behaupten,  daß  sie  dem  Freihandel ­
  das  Wort  redeten;  sie  protestierten  vielmehr  nur  gegen
den  extremen  Schutzzoll.  Ihre  Opposition  wurde  stärker,  nachdem ­
  der  Tarif  vom  Jahre  1909  durchgegangen  war,  den  sie  —
nicht  ganz  mit  Unrecht  —  lediglich  als  eine  nur  vorgetäuschte
Revision  und  Reform  bezeichneten.  Die  Entwicklung  der  Dinge
im  Jahre  1909  ließ  eine  Übereinstimmung  zwischen  dem  Volksempfinden ­
  und  der  demokratischen  Auffassung  erkennen.  Bei
den  Kongreßwahlen  des  Herbstes  1910  erlitten  die  Republikaner
eine  entscheidende,  wenn  auch  nicht  ganz  so  überwältigende
Niederlage,  wie  vor  20  Jahren,  als  das  McKinley-Tarif-Qesetz
von  1890  durchgegangen  war.  Bei  beiden  Wahlen,  im  Jahre  1910
wie  im  Jahre  1890  war  tatsächlich  kein  anderes  Thema  als  der
Tarif  die  Parole  für  den  Wahlkampf  gewesen,  und  das  Ergebnis
zeigte  klar,  daß  das  Verdikt  des  Volkes  sich  gegen  das  eigensinnige ­
  Festhalten  an  einer  rigorosen  Schutzzollpolitik  aussprach.

Jahre  1894  und  das  Dingley-Oesetz  vom  Jahre  1897  nach  den  betr.
Vorsitzenden  benannt  worden.  Das  Gesetz  vom  Jahre  1909  wird  oft
das  „Payne-Aldrich-Oesetz“  genannt,  da  Payne  Vorsitzender  des  Haus-Komitees
  und  Aldrich  Vorsitzender  des  Senats-Komitees  war.  Das
Gesetz  von  1913  wird  wahrscheinlich  unter  dem  Namen  von  Underwoods,
dem  jetzigen  Vorsitzenden  des  Komitees,  bekannt  werden.  Nicht  unerwähnt
sei,  daß  Wilson,  dessen  Name  mit  dem  Zollgesetz  vom  Jahre  1894  zusammenhängt. ­
  mit  dem  jetzigen  Präsidenten  Wilson  nicht  zu  verwechseln ­
  ist,
            
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