Geldwert in der Geschichte.
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vorläufige praktische Unausführbarkeit läßt uns auch das Verfahren
von Lexis nur kurz erwähnen, der in der Summe aller
von den Konsumenten gezahlten Preise ') eine Größe sieht, in der
die äußeren (die auf seiten der Waren liegenden) Momente der
Geldwertänderung sich in hohem Grade gegenseitig aufheben,
so daß wir hier eine Größe gewinnen würden, die jenes Grundproblem
lösen könnte, die inneren (die auf seiten des Geldes
liegenden) Änderungen des Geldwertes zu isolieren.
Eben wegen dieser Bedenken gegen die Ausführbarkeit werfen
wir nur einen flüchtigen Blick auf eventuelle Möglichkeiten späterer
Forschung, diese Gedankenreihen auch für frühere Jahrhunderte
zu verwerten. Wenn heute bei der Bedeutung für die „Volkswirtschaft“
in der Regel an die modernen, ökonomisch geschlossenen
Großstaaten gedacht wird, so kommt das natürlich für die
vormerkantilistische Zeit nicht in Betracht. Man müßte entweder
den Rahmen ausweiten zur Bestimmung der Weltwirtschaft oder
ihn einengen auf die kleinen ökonomisch geschlossenen Gebiete,
besonders die Städte. Die Chancen für Feststellung der Ziffern
der Weltwirtschaft sind nicht von vornherein hoffnungslos, da
man bei dem monopolistischen Betrieb des Großhandels und den
zahlreichen Zollstätten oft den Weg gerade der die Weltwirtschaft
beherrschenden Waren auffallend genau verfolgen kann. Z. B.
von dem Strom der Kolonialwaren, der im 16. Jahrhundert von
Lissabon und Sevilla ausgeht, treffen wir den Hauptarm wieder
m den Niederlanden, einen wichtigen Zweig im Sund; und
ähnlich für viele Waren auf allen Hauptstraßen des Weltverkehrs.
Noch aussichtsvoller werden Untersuchungen über den
Gesamtumsatz ökonomischer Werte in den Städten sein. An
der Hand der Rechnungen über Zoll, Akzise, Brückengeld usw. 1 2 )
^ag oft die Feststellung gelingen können, in welchen Mengen
die wichtigeren Waren in eine Stadt von bestimmbarer Bevöl■Wit
einigem Erfolg hat man die Methode wenigstens für die Mengen des
Außenhandels angewandt. — Immer freilich berücksichtigt man nur den Teil
d®s ökonomischen Organismus, der sich in Bewegung befindet.
1) Zeitschrift für die gesamte Staatswiss. XLIV (1888), S. 221—262,
—608, besonders S. 225 ff.
2) Von edierten Rechnungen vgl. besonders die der Stadt Tours.
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