Full text: Die Lokal- und Mittelbanken der Schweiz

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zeigt, wie wenig der Bilanztitel „Hypotheken“ die Bedeutung der Banken 
unserer Gruppe inbezug auf Befriedigung des Grundkredites erschöpft. Die 
Hauptposten dieses Institutes sind unter den Aktiven (per 31. Dez. 1912): 
Wechsel 
Kontokorrent . ■ 
. . . . 17,49 
Darlehen .... 
Hypotheken. . - - 
• ■ • • 6,14 
Wie sehr die gesetzliche Fixierung des Zinsfussmaximums das Aussehen 
einer den Grundkredit befriedigenden Bank ändern kann, zeigt ein Vergleich 
der eben angeführten Bilanzposten der Creditanstalt St. Gallen mit den 
entsprechenden Zahlen pro 31. 
. Dezember 1913 (auf 1. Januar 1913 trat das 
erhöhte Maximum von 5% in 
Kraft): 
Wechsel 
. . . . 15,91 Millionen Franken 
Kontokorrent . . 
■ • • • 14,15 
Darlehen .... 
. . . . 15,54 
Hypotheken.... 
wozu der Bericht kurz bemerkt: Die „Wechsel- und Kontokorrent-Debitor- 
Schaft hat sich zu gunsten des Hypothekarkontos um 6,4 Millionen Franken 
reduziert.“ 
Auch unter der Flagge des Wechselliontos kann sich ein Teil der hypo 
thekarischen Darlehen wieder finden; denn „unter dem Mantel des Bank 
akzeptes verbergen sich heute noch grosse Summen belehnter Hypo 
theken.“!) 
Aber auch mit Berücksichtigung der Darlehensposten, die eigentlich 
Hypothekargeschäfte sind, ist die Bedeutung der Lokal- und Mittelbanken 
auf dem Hypothekarmarkt noch nicht genügend gekennzeichnet. Bei einer 
Reihe von Banken finden wir unter dem Titel „Wertschriften“ in der Bilanz 
grössere Posten von Schuldbriefen eingestellt. So haben auch Institute, 
die offiziell keine Hypotheken ausweisen, doch dem Hypothekenmarkt auf 
diese Weise bedeutende Summen zur Verfügung gestellt. Dies trifft na 
mentlich zu für die früheren Gültenkantone. So weist z. B. die Volksbank 
Hochdorf unter ihrem Wertschriftenbestand von 
3,447,511 Fr. pro 31. Dezember 1912 auf: 
2,216,433 ,, Gülten und 
554,867 ,, Zahlungsbriefe. 
1 ) Wälder, a. a. O., S. 160.
	        
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