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Schmiermittel.
da demselben eine eingehende Beschreibung beigefügt zu werden pflegt. Zur Aus
führung der Bestimmung verfährt man nach D. Holde in folgender Weise;
Die Ölprobe wird in das Gefäß, das in dem Eisenkörper H mit dem Messing
mantel L ruht, bis zur Marke M aufgefüllt und durch den Dreibrenner erhitzt.
Sobald das öl etwa die Temperatur 100° erreicht hat, wird es beständig mit dem
Handrührer J bewegt und von 120° an wird unter fortgesetzter Bewegung des
Rührers das Zündflämmchen Z durch Drehung des Griffes G von 2° zu 2° und
später, wenn das Zündflämmchen beim Eintauchen größer erscheint, von Grad zu
■bestlmmnng.
Fig. 352.
„Offener Tiegel“ zur Flammpunktbestimmung.
Grad so lange in den Dampfraum des Gefäßes E getaucht, bis ein deutliches Auf
flammen der Dämpfe in dem Dampfraum eintritt. Die hierbei am Thermometer T
abgelesene Temperatur, bei welcher die Korrektur für den herausragenden Queck
silberfaden zu berücksichtigen ist, bezeichnet den „Flammpunkt“ des Öles.
Die Temperatur darf während der Erhitzung auf 120° noch 6—10°, von 20° unter
halb des Flammpunktes an nur 4—6° in der Minute steigen. Bei Doppelbestimmungeu
betragen die Differenzen meist nicht über 3°. Öle, welche schon einmal zum Versuche
benutzt worden sind, sind für die Wiederholung der Probe unter Umständen nicht mehr
geeignet. Bei der Prüfung der Thermometer senkt man diese bis zur Hülse in das
Temperaturbad ein und ermittelt so die Korrektur für den herausragenden Faden und den
etwaigen Fehler des Thermometers...