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tverden, daß diese Erzerlgnisse, die naturgemäß recht teuer sind,
immer nur einen eng begrenzten Liebhabermarkt haben.
3. Anstelle des alten Handwebsiuhles soll der mechanische Web
stuhl mit elektrischem Antrieb treten. Namentlich die sächsische
Regierung hat dieser Frage ihre lebhafteste Aufmerksamkeit geschenkt
und aus dem gewerkschaftlichen Genossenschastsfonds in geeigneten
Fällen Handwebern die Beschaffung von Antriebsmafchinen und
mechanischen Webstühlen ermöglicht. Sie wurde dazu durch die.
Erhebungen des Submissionsamtes geführt, nach denen die größte
Zahl der Weber mit einem Wochenverdienste von 5 bis 6 M. aus
kommen mußte. Eine sächsische Amtshauptmannschaft gab den
Jahresverdienst der Weber auf 200 bis 600 M. an. Diese Beträge
waren aber nicht der Reinverdienft eines Webers, sondern hiervon
waren noch etwa 25 vom Hundert für die Nebenarbeiten, die von
den Familienangehörigen zu leisten waren, abzurechnen. Und dabei
wurde die Arbeitsgelegenheit immer geringer. Während früher
alle Aufträge von Staatsbehörden den Handwebern aus verschiede
nen Gründen vorenthalten geblieben waren, hatten durch Ver
mittlung des Submissionsamtes die sächsischen Staatsbehörden wie
die Kaiserliche Marineverwältung ihre Bereitwilligkeit zur Ertei
lung von Aufträgen erklärt. Bei der Ausführung von Probeauf
trägen hatte sich aber ergeben, -daß die Handweber nicht mit den
von den Fabriken und mechanischen Webereien angebotenen Preisen
in Wettb-ewerb treten könnten. Dazu kam, daß die in Auftrag ge-
gegebenen Waren so beschaffen waren, daß sie nur vereinzelt auf
Handstühlen und auch nur dann hergestellt werden konnten, wenn
der Webstuhl in tadellosem Zustande war -und der Weber sich des
vollen Besitzes geistiger und körperlicher Kraft erfreute. Dagegen
glaubte das Submisfionsamt, daß den Webern dauernde Hilfe ge
bracht werden könnte, wenn sie mit den elektrisch betriebenen
mechanischen Webstühlen ausgerüstet wären, vorausgesetzt, daß
ihnen im Anfang Aufträge zugeführt würden. Da dieses Verfahren
sich bereits bei den Bandwebern in Pulsnitz, Großröhrsdorf, Ohorn
usw. bewährt hatte, ging das Submisfionsamt ans Werk. Nach
mühevollen Arbeiten -und Verhandlungen war es gelungen, eine