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liche Hcmssleiß" über die Stränge schlägt und zu richtiger, auch im
Sommer betriebener Heimarbeit wird, unterschätzen. So manche
Heimarbeit, die unter dieser harmlosen Maske eingeführt wurde,
hat sich zum Hauptberuf entwickelt und die Arbeiter der Landwirtschaft
entzogen oder doch zum mindesten den Boden vorbereitet, aus
dein das Unternehmertum dann weiterarbeiten konnte. Denn wenn
sich auch die Heimarbeit besser als jede andere Tätigkeit in die leeren
Stunde» und Tage einfügen läßt, so empfindet der Unternehmer
doch die sommerliche Unterbrechung lästig; sein Streben
ist, Dauerarbeiter zu gewinnen. Nun fallen die Hauptzeiten in Saisongewerben
oft gerade mit den Zeiten gesteigerter landwirtschaftlicher
Tätigkeit zusammen, so in der Konfektion von März bis
Pfingsten und von August bis November, in der Spielwarenindustrie
von Frühsommer bis November, so daß diese Gewerbe sich
schlecht einfügen; günstiger liegt es allerdings bei der Weberei,
Stickerei, Spitzenindustrie, Strohhutnäherei u. a. m.
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Nicht minder wichtig als die bisher zur Darstellung gelangte
Wirkung der Heimarbeit auf die Landwirtschaft ist die Rückwirkung
der ländlichen Heimarbeit auf d ie städ -
tisch e. Faßt man das Heimarbeitsproblem lediglich von der
Lohnseite an, d. h. fragt man sich, welche Wirkung übt die ländliche
Heimarbeit auf die Lohn- und Arbeitsverhältniffe auf dem gesamten
Heimarbeitmarkt aus, gelangt man mit zwingender Logik
zu einem sehr wenig freundlichen Urteil über die ländliche Heimarbeit.
Sie verstärkt das ohnehin schon übermäßige Arbeitsangebot
und nimmt städtischen Arbeitern das Brot weg. Gewiß mag
man mit Recht sagen, daß jeder das gleiche „Recht auf Arbeit" hat
und daß die städtischen Heimarbeiter kein Privileg auf die gesamte
Arbeit haben. Was über ibt'efert Wettbewerb für den städtischen Arbeiter
so erschwert, ja zum Teil unmöglich niacht mid die bedenklichsten
Folgen für unsere gesamte Heimarbeitspolitik hat, ist der
schwere Lohndruck, der von der ländlichen Heimarbeit ausgeht. Der