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betrachtet alles mit dem Auge eines Philosophen. Wir sind
nicht seine Vorgesetzten. Den Begriff Vorgesetzten gibt
er überhaupt nicht zu. Wir sind seine Untergebenen, denn
wir werden ja bezahlt, überhaupt Liebe, Hochachtung,
Dankbarkeit, die kennt Lassal nicht. Alles, was aus dem
Herzen kommt, ist ihm unbekannt, sowie das Wort Herz
selbst. Er hat zu niemand Liebe. Sein Grundsatz ist
Liebe usw. zu heucheln, solange er jemand benutzen kann."
„Ein schöner Grundsatz!" höhnte der Alte. „Dabei",
fuhr Schiebe fort, „weiß er sich einen Schein zu geben."
„Einen Schein," wiederholte Schierholz. „Einen Schein,"
tönte es aus Fellers Lippen wie daö Echo in Adersbach.
„Du tatest am besten," sagte nun der Alte, „du würdest
Komödiant. Da könntest du heute den Shylock und
morgen eine andere schlechte Rolle geben, denn du bist
zu jeder schlechten Rolle fähig."
Und in diesem Stile ging das fort.
Hierauf wurde ich ersucht, hinauszutreten. Als ich
wieder hineinkam, las mir Herr Direktor ein Urteil
vor: Ich hätte drei Wochen Hausarrest, und wenn ich
mir noch einmal etwas gegen das Regulativ zuschulden
kommen ließe, würde an den Vorstand Anzeige ge
macht werden. Als ich nach Hause kam, war schon ein
Brief Sch.s an Hander angelangt, in dem er ihm meinen
Hausarrest anzeigte und ihn ersuchte, im Fall, daß ich
ausginge, es ihm anzuzeigen. „Die Justiz würde dann
prompt sein," fügte er hinzu.
Dieser Satz jagte nun H. viel Schrecken ein. Er zeigte
ihn meinem Cousin und legte ihn so aus, daß Schiebe
mich wegweisen könne. Zwar ist Schiebes Macht groß,
aber das kann er, Gott sei Dank, nicht so leicht. In meinen