Full text : Die Nationalökonomie in Frankreich

Finanzwissenschaft

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resultate  des  Verfassers  bieten,  sondern  lediglich  ein  möglichst
klar  abgefaßtes  Handbuch  für  Examenskandidaten  sein.  Außer
in  den  französischen  Budgets  und  Staatsrechnungen  hat  Allix
hauptsächlich  in  den  Werken  von  Stourm,  aber  auch  bei  Cauwès,
Leroy-Beaulieu,  Colson,  Boucard  und  Jèze  usw.  geschöpft.  Die
Analyse,  die  er  vom  französischen  Budgetwesen  gibt,  ist  sehr
anschaulich  und  konkret.  In  der  Behandlung  des  Steuerwesens
weicht  All  ix  insofern  von  seinen  Gewährsmännern  ab,  als  er  sich
nicht  auf  eine  Theorie  der  speziellen  Steuerlehre  einläßt,  sondern
statt  dessen  die  zurzeit  in  Preußen,  England,  Italien  und  Frankreich ­
  bestehenden  Steuersysteme  genetisch  und  beschreibend  zur
Darstellung  bringt.  Daran  fügt  er  eine  kritische  Übersicht  über
die  von  den  Finanzministern  der  letzten  zwölf  Jahre  den  französischen ­
  Kammern  vorgelegten  Einkommensteuervorlagen*).
Der  überwiegend  referierende  Charakter  der  Darstellung  von
Allix  hindert  nicht,  daß  seine  persönliche  Auffassung  hinreichend
zum  Ausdruck  kommt.  Sie  geht  dahin,  daß  das  französische
Ertragssteuersystem  sich  überlebt  habe,  und  daß  es  an  der  Zeit
sei,  es  durch  eine  Personalbesteuerung,  etwa  im  Sinne  der
jüngsten  Einkommensteuervorlage  von  Caillaux  zu  ersetzen.
Eine  begrüßenswerte  Neuerung  des  Allixschen  Handbuches
ist  die  in  einem  vierten  Teile 2 )  angegliederte  Darstellung  des
Finanzwesens  der  französischen  Kolonien.  Allix  verdient  ferner
Lob  dafür,  daß  er  mehrere  Doktordissertationen  der  letzten
Jahre  bei  Gelegenheit  verwertet.  Die  äußere  Ausstattung  seines
Handbuches  ist  gefälliger  und  übersichtlicher,  als  die  des  auch
für  die  Vorbereitung  zu  den  Staatsprüfungen  bestimmten  kleinern
Werkes  von  Jèze 8 ).

*)  Zur  Sprache  kommen  die  Vorlagen  von  Doumer  (1896),  Cochery  (1896),
Peytral  (1898),  Caillaux  (1900),  Bouvier  (1903),  sowie  die  zweite  Vorlage  von
Caillaux  (1907),  deren  Text  übrigens  am  Schlüsse  des  Buches  in  der  2.  Auflage
mitgeteilt  wird.
2 )  Das  Handbuch  ist  in  vier  Teile  geteilt,  von  denen  der  erste  vom  Budgetwesen, ­
  der  zweite  von  den  Einnahmen  des  Staates,  der  dritte  von  den  lokalen
und  der  vierte  von  den  kolonialen  Finanzen  handelt.
3 )  Eine  Darstellung  der  finanzwissenschaftlichen  Literatur  in  Frankreich
dürfte  sich  nicht  mit  den  im  Laufe  dieser  Arbeit  zur  Sprache  gekommenen
finanzwissenschaftlichen  Werken  begnügen.  Von  synthetischen  Werken,  um  nur
bei  der  jüngsten  Vergangenheit  zu  bleiben,  wären  noch  V.  Rémy,  Traité  de  la
comptabilité  publique,  Paris  1894;  Caillaux,  Privat-Deschanel  et  Touchard,  Les
            
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