426 Der Interventionismus an den Universitäten — Finanzwissenschaft
Wir beschließen damit unsern Rundgang durch die französischen
Rechtsfakultäten, dessen Zweck nicht war, jeden einzelnen
Dozenten auf Herz und Nieren zu prüfen, sondern durch
Herausgreifen einer Anzahl der bekannteren Persönlichkeiten
ein symptomatisches Bild von Richtung und Art der wissenschaftlichen
Tätigkeit in diesem Milieu zu geben.
Impôts en France. Traité technique, 2 Bde. usw. zu erwähnen. Man dürfte
ferner nicht an den Steuerreformprojekten der Finanzminister der letzten 12 bis
20 Jahre vorübergehen. Der Umstand, daß die Frage der Reform der direkten
Steuern seit 20 Jahren in Frankreich an der Tagesordnung ist, hat natürlich
auch zum Entstehen einer umfangreichen monographischen Literatur Anlaß gegeben.
So sind z. B. in den letzten Jahren einige gediegene Arbeiten über die
allgemeinen Einkommensteuern der deutschen Bundesstaaten veröffentlicht worden
(z. B. Jacques Derbanne, La Réforme des impôts d’Etat en Prusse. — Gaspard
Wampach, L’Impôt sur le revenu en Allemagne, Paris, 1907. — R. Bombay,
L’Impôt sur le revenu en Prusse, Pariser Dissertation 1908 usw.). Einige
staats- oder verwaltungsrechtliche Werke befassen sich auch mit finanzwissenschaftlichen
Fragen (z. B. Viollet, Histoire des Institutions politiques et administratives
de la France; A. Esmein, Cours élémentaire d’histoire du droit français
usw.). Weiter zurück liegen die bekannten Werke von de Parieu, de
Broglie, Vuitry usw. usw. Wir müssen es uns jedoch versagen, im Rahmen der
vorliegenden Arbeit näher auf die französische Finanzliteratur einzugehen.