Full text : Geschichte des Bremer Binnenhandels im 19. Jahrhundert namentlich unter den alten Verkehrsformen und im Übergang

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An  '  dieser  Gesellschaft  sind  Rickmers  Reismühlen,  Reederei  und
Schiffbau  A.  G.  finanziell  beteiligt,  die  1897—1900  2  Schlepper  und
12  Kähne  auf  der  Oberweser  einstellten,  die  sie  dann  an  die  Mindener
Schleppschiffahrtsgesellschaft  abgaben 1 ).  Seit  1883  hat  auch  noch  eine
Dampfschleppschiffahrtsgesellschaft  in  Holzminden  mit  einem  Dampfer
Weser,  den  1893  die  Mindener  Schleppschiffahrtsgesellschaft  übernahm, ­
  bestanden 2 ).  Die  Wesermühlen-Aktiengesellschaft,  die  als
dritte  heute  den  Oberweserschleppverkehr  betreibt,  ist  1898  aus
der  Firma  F.  W.  Meyer  in  Hameln  hervorgegangen,  die  1874
gegründet  worden  ist  und  seit  1885  den  Schleppschiffahrtsbetrieb
dem  Mühlenunternehmen  angegliedert  hat.  Die  Hamelner  Personendampfschiffahrt, ­
  die  F.  W.  Meyer  1887  von  der  1876  gegründeten
Gesellschaft  übernahm,  hat  die  Wesermühlen-Aktiengesellschaft  seit
1907  als  Oberweser-Dampfschiffahrts-Gesellschaft  F.  W.  Meyer-Hameln
  mit  täglichen  Fahrten  zwischen  Hameln  und  Münden  in  der
von  Mai  bis  September  dauernden  Saison  und  sonntäglichen  Fahrten
auch  zwischen  Minden  und  Hameln  gesondert  konstituiert.  Kleine
Betriebe,  die  in  erster  Linie  für  den  eigenen  Bedarf  arbeiten,  wie
z.  T.  auch  die  Wesermühlen  A.  G.,  sind  noch  die  Nienburger
Schleppschiffahrt  der  Chemischen  Fabrik  Nienburg  und  die  Schleppschiffahrt ­
  Porta  H.  W.  Michelson  &  Co.,  Hausberge 3 ).  —  Die  Privatschiffe
sind  heute  fast  gänzlich  aus  dem  durchgehenden  Verkehr  verschwunden,
nur  einige  wenige  sind  noch  in  den  Betrieb  der  Gesellschaften
eingegliedert 4 ).  Die  drei  grofsen  Gesellschaften  arbeiten  nach  vereinbartem ­
  gleichen  Tarif 3 ).  Es  bestehen  auch  noch  sechs  Eilgüter-(Heckrad-)
  Dampfer  auf  der  Oberweser,  von  denen  zur  Zeit  drei
der  Bremer  Schleppschiffahrtsgesellschaft,  je  einer  Hermann  Friedeborn ­
  in  Hann.-Münden,  Wilhelm  Meyer  in  Holzminden  und  den
Gebrüdern  Becker  in  Odelsheim  bei  Bodenfelde  gehört.  Sie  haben
gemeinsamen  Tarif  und  werden  gemeinsam  geleitet.  Die  Eilgüter-‘)
  F.  Zeit  er,  in  Bremen  und  seine  Bauten,  1900,  S.  666;  Jahresb.  d.
Hdlsk.  v.  Minden  f.  1894,  S.  90.
2 )  Jahresb.  d.  Hdlsk.  t.  Minden  f.  1877,  S.  44,  104,  1880,  S.  79,  1881,
S.  36,  83,  1882,  S.  74,  1883,  S.  83,  87,  1884,  S.  87,  1885,  S.  79,  1886,  S.  86,
1887,  S.  64,  106,  1890,  S.  27,  1891,  S.  109,  usw.,  1906/7  S.  177.
3 )  M.  Lindeman,  Der  Nordd.  Lloyd,  1892;  P.  Neubaur,  Der  Nordd.
Lloyd,  1907;  H.  Keller,  Weser  und  Ems,  1901,  III.  Bd.,  S.  167  u.  a.;  W.
Metterhausen,  Die  Oberweserschiffahrt  im  letzten  Jahrzehnt,  1902;  Drucksachen ­
  der  Gesellschaften;  Jahresberichte  d.  Hdlsk.  v.  Minden  für  1886,  S.  79  usw.,
f.  1906/7,  S.  172;  Mitteilungen  der  Bremer  Schleppsohiffahrtsgesellschaft,
Rickmers  Reismühlen  A.  G.,  der  Herren  H.  W.  Meyer  und  H.  Grupe  in  Bremen.
4 )  In  Form  des  Privatschiffervereins  existiert  eine  besondere  Interessenvertretung. ­

            
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