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entsprechend ausgerüstet, doch hörte die Benutzung bereits 1888
wieder auf. 1 )
1878—1879 war der Verkehr auf der Oberweser am geringsten,
doch fing die Grofsschiffahrt in Gestalt der Schleppschiffahrtsgesellschaften
an sich zu entwickeln. 2 )
1856 wird berichtet, dafs das Treideln auf der Strecke Bremen-Minden
dem Dampfschleppverkehr gewichen sei. Das Interesse am
Flufsverkehr, das in diesen Jahren in Stromverbesserungen etc. sich
betätigte, liefs später gegenüber den Eisenbahnen wieder nach, bis
1873 wieder neuere Regulierungspläne begannen. 1874 erschien
noch, nachdem die Reduzierung des Schleppbetriebes erfolgt war,
eine Verordnung über den Pferdezug und die Achtsmänner in den
Landdrosteien Stade und Hannover. 1878 dehnte die Oberweserschleppschiffahrtsgesellschaft
zum erstenmal den Schleppdampferbetrieb
über Hameln hinaus nach Münden aus und seitdem verschwand
der Pferdezug ganz von der Oberweser. 8 ) Diese Verschiebung
in der Technik bildet zugleich den Abschlufs in der Veränderung
der Organisation, wie sie ähnlich und schroffer bei der Eisenbahn
zu tage tritt. Beim alten Treidelbetrieb ist der Schiffer der mächtigere
Teil, beim Schleppen durch Dampfer die kapitalistisch organisierte
Schlepphülfe. Dazu steigt mit der Menge des Verkehrs die Möglichkeit
und das Bedürfnis exakter Regelmäfsigkeit. Auch die Verkehrsmaklerstellung
ist damit z. T. umgebildet worden, soweit nicht ein
Eintritt der alten Elemente als Unternehmer erfolgt ist.
Der heutige Umschlag ist abhängig von direkten Gleisanschlüssen
weiterführender Bahnen an die Häfen und Liegeplätze; andernfalls
arbeitet nur der allernächste, noch zur Fuhre beschaffte, lokale Verkehr
mit der Ladestelle, oder aber es bestehen wenigstens die grofsen
Kosten der doppelten Umladung. Es sieht damit an der Weser
immer noch nicht zum besten aus, wie ja auch der Verkehr der
Weser nach dem weiteren Inlande, das nicht unmittelbar an der
Weser belegen ist, noch nicht vorwärts geht. Der Kasseler Hafen,
b S. Thilo Ilampke, Die Kanalisierung der Fulda, 1895, S. 29, 30,
31; H. Keller, Weser und Ems, III. Bd., S. 167; W. Metterhausen, S. 27;
Jahresbericht der Bremer Handelskammer 1870—73, S. ,67 u. ff.; Jahresb. d.
Handelsk. zu Hameln f. 1870; Jahresb. d. Hdlsk. v. Minden f. 1871, S. 66,
1872, S. 15—19, 1881, S. 36, 1885, S. 79, 1888, S. 146; v. Stoltzenberg-Luttmersen,
Die Kanalisierung der Leine, Aller und Weser, Hannover und
Leipzig 1895, S. 35.
2 ) H. Keller, III. Bd., S. 167.
3 ) Vgl. Thilo Hampke, Die Kanalisierung der Fulda, 1895; H, Keller,
Weser und Ems, 1901, III. Bd., S, 165 ff.; Jahresb. d. Hdlsk. v. Minden f. 1884, S. 80.