Full text : Geschichte des Bremer Binnenhandels im 19. Jahrhundert namentlich unter den alten Verkehrsformen und im Übergang

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Die  wirtschaftlichen  und  politischen  Verhältnisse  ergaben  die  erhöhte
Bedeutung  der  modernisierten  unteren  Strecke  und  des  Umschlags
von  Minden  und  schliefslich  die  allgemeine  Verringerung  des  Grofsumschlags
  von  der  Weser,  der  erst  in  der  neuesten  Zeit  wieder
vorgeht.  Die  weichende  Tendenz,  der  der  Mündener  Grofsumschlag,
  demgegenüber  die  Kaufleute  in  den  unteren  Orten  als

Köln—Minden,  die  zweite  liquidierte  1846.  (Prospekte  und  Gründungsschriften,
Kartierungen  in  einer  Sammlung  der  Bremer  Stadtbibliothek,  Rhein-Weser-Eisenbahn.
  —  Interessant  sind  die  damaligen  allgemeinen  Konzessionsbedingungen.) ­
  In  Bremen  interessierte  man  sich  lebhaft  für  die  Bahn.  Das
Bremer  Komitee  arbeitete  Berechnungen  für  den  Verkehr  aus,  ein  Posten
Aktien  der  beiden  Gesellschaften  wurde  in  Bremen  übernommen.  Man  trat  für
eine  volle  Linie  von  Köln  nach  Minden,  nicht  blofs  Lippstadt  -  Minden,  zur
Verbindung  durch  die  Kanalisierung  der  Lippe,  ein,  weil  man  sonst  eine
Verstärkung  Hollands  befürchtete.  Dm  eine  Fortführung  der  Bahn  von
Minden  nach  Bremen,  wie  sie  nachher  durch  die  Hannoversche  Bahn  von
Wunstorf  zu  stände  kam,  handelte  es  sich  zunächst  noch  nicht.  Vgl.  die
Akten  des  Bremer  Staatsarchivs  und  der  Handelskammer.  Druckschriften,
Mitteilungen  über  die  Anlage  einer  Eisenbahn  zur  Verbindung  des  Rheins  mit
der  Weser,  Minden  1832;  v.  Hauer,  über  die  Richtung  der  projectierten
westphälisch—rheinischen  Eisenbahn  durch  den  Bezirk  der  bergischen  Eisenund
  Stahlfabriken  und  das  untere  Wupperthal  nach  Köln,  1834;  Denkschrift
zur  Begründung  des  Projects  der  Eisenbahn-Anlage  zur  Verbindung  des  Rheins
und  der  Weser,  Minden  1836;  Bericht  über  den  Stand  und  die  Fortschritte  der
Unternehmung  zum  Bau  der  Rhein—Weser-Eisenbahn,  Minden  1837;  Über  die
Mittel,  die  Verwickelungen,  worin  die  Rhein—Weser-Bahn-Gesellschaft  sich
jetzt  befindet,  auf  die  sicherste  Art  zu  lösen,  Bremen  1837;  Mitteilung  des
Gesellschafts-Statuts,  der  Allerhöchsten  Concession  und  eines  Auszugs  der
Kosten-Anschläge  der  Rhein—Weser-Eisenbahn,  Elberfeld  1838;  F.  F.  W  ei  chs  e  1,
die  Rhein—Weser-Eissnbahn-Actien-Gesellschaft,  Leipzig  1838;  Beiträge  zur
Beleuchtung  der  Angelegenheiten  der  Rhein—Weser-Eisenbahn-Äctien-Gesellschaft
Minden  1839.  S.  a.  w.  die  oben  genannte  Sammlung.
Mit  den  Eisenbahnen  wurde  Minden  auch  vollends  der  Erbe  Vlothos,  das
am  Ende  des  18.  Jahrhunderts  auf  seiner  Höhe  stand  und  namentlich  für
Paderborn  und  Lippe  angeführt  wird,  während  Minden  gegen  seine  mittelalterliche ­
  Tradition  zurückgeblieben  war,  Sein  altes  Gebiet  Bückeburg-Stadt  hagen
wurde  ihm  dagegen  durch  die  Zollschranken  weniger  zugänglich.
Zu  dem  Nahverkehr  der  Weserstationen  bietet  einen  interessanten  Vergleich ­
  die  Darstellung  der  Industrietätigkeit  im  Wesertal  bei  Friedrich
Hühn,  Die  Weser,  Zeitschrift  des  Vereins  für  deutsche  Statistik,  Jahrg.
1847,  S.  691  ff.  und  1848,  S.  387  ff.  und  die  neuere  Aufnahme  bei  Wilhelm
Metterhausen,  Die  Oberweserschiffahrt  im  letzten  Jahrzehnt,  Festschrift,
Kassel,  1902  (in  den  Eiuzelbeschreibungen  etc.).  Vergl.  w.  J.  L  Quentin,
Ber.  e.  Abr.  von  der  Schiffahrt  auf  der  Weser,  1788;  u.  a.;  A.  Engel,
Weserbuch,  Hameln,  1845;  W.  Lotze,  Geschichte  der  Stadt  Münden,  1878,
S.  267  ff.;  Jahresb.  d.  Hdlsk.  v.  Minden  f.  1867,  S.  64  ff.
            
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