Full text : Geschichte des Bremer Binnenhandels im 19. Jahrhundert namentlich unter den alten Verkehrsformen und im Übergang

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Detaillisten  bezeichnet  waren 1 ),  durch  die  Beschaffenheit  der  oberen
Flufsstrafse,  wo  man  die  Hindernisse  aufrecht  erhielt,  unterlag,
wurde  durch  die  Nichtausbildung  des  Umschlags  verschärft,  Münden
verlor  bereits  in  der  Chausseenzeit  in  dem  Umschlag  nach  Frankfurt
gegen  den  direkten  Achsverkehr  von  Bremen  aus  neben  der  Einbufse
durch  Elbe  und  Rhein  ganz  bedeutend 2 ),  und  die  Eisenbahnen  verschärften ­
  das  Verhältnis  naturgemäfs. 8 )  Wegen  des  Aller-  und  Leineumschlags ­
  in  Celle  und  Hannover  ist  noch  zu  erwähnen,  dafs  bei
der  Regelung  1802  die  Kaufleute  von  Celle,  Hannover,  Peine,
Braunschweig,  Hildesheim  und  Eisleben  erscheinen  und  dafs
unter  Frachtpreisberechnungen  von  1817  Leipzig  über  die
Aller  und  Celle  aufgeführt  wird. 4 )  Die  Chausseenzeit  mindert
naturgemäfs  die  Bedeutung  und  die  Eisenbahnzeit  hat  sie  zunächst
aufgehoben. 5 )
Sonst  ergibt  die  Strafsenkonfiguration  der  Karte  einigermafsen
  ein  Bild,  über  die  Art  der  verladenen  Güter  die  folgends
zitierten  Statistiken  und  die  zitierten  Schriften.

Allgemeiner  sind  H.  D.  A.  Sonne,  Beschreibung  des  Königreichs
Hannover,  II.  u.  III.  Buch,  München  1829,  S.  140  ff.  u.  a.;  v.  Reden,
Das  Königreich  Hannover;  v.  Reden,  Gewerbliche  Zustände  Kurhessens,  nach
amtlichen  Quellen,  in  der  Zeitschrift  des  Vereins  für  deutsche  Statistik,
I.  Jahrg.,  1847,  S.  505  ff.;  P.  F.  Weddigens  Westphälisches  Magazin,  1784  ff.;
Patje;  u.  a.
4 )  Handelskammerarchiv  1820.  Vgl.  auch  Fr.  S  p  r  enger,  Geschichte
der  Stadt  Hameln,  Hannover  1826,  S.  249.
2 )  In  den  Akten  des  Bremer  Handelskammerarchivs  heilst  es  1822,  dafs
den  Mündenern  die  Spedition  nach  Frankfurt  fast  ganz  verloren  gegangen
ist,  die  Güter  gehen  per  Fuhre  und  über  Rhein  und  Elbe.
8 )  Vergl.  Jahresb.  d.  Handlsk.  v.  Minden  f.  1867,  S.  66.
*)  Br.  Handelskammerarchiv;  Br.  Staatsarchiv.
6 )  Das  heutige  Verkehrsgebiet  der  Weser  wird  als  nach  Westen  bis  Ocholt,
Melle,  Gütersloh,  Paderborn  und  Brilon,  nach  Süden  bis  in  die  Gegend  von
Marburg,  Hünfeld  und  Meiningen,  nach  Osten  bis  Fröttstädt,  Mühlhausen,  Leinefelde, ­
  Oker,  Ringelheim,  Leiferde,  Brockhöfe  und  Lauenbrück  reichend  berechnet,
es  umfafst  etwa  40000  qkm,  mit  St/a  Millionen  Einwohnern,  mit  der  durch  den
Mündener  Umschlag  erwarteten  Steigerung  treten  rund  2000  qkm  mit  30000
Einwohnern  hinzu,  und  das  Verkehrsgebiet  erstreckt  sich  fast  bis  Nordhausen,
Erfurt,  Arnstadt  und  Suhl.  Leo  Sy  mph  er,  Das  Verkehrsgebiet  der  Weser,
Zentralblatt  der  Bauverwaltung,  XXIII.  Jahrg.,  1903,  S.  345,  mit  Karte.  Zur
wirtschaftlichen  Bedentung  des  Mittellandkanals  und  der  Werrakanalisation  s.
die  Literatur  im  folgenden,  namentlich  auch  Leo  Sympher,  Die  wirtschaftliche ­
  Bedeutung  des  Rhein-Elbe-Kanals,  Berlin  1899;  derselbe,  Die  wasserwirtschaftliche ­
  Vorlage,  Berlin,  1901,  S.  60  u.  a.
            
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