Full text : Geschichte des Bremer Binnenhandels im 19. Jahrhundert namentlich unter den alten Verkehrsformen und im Übergang

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gesucht  und  die  Aller-  und  Leinelinie  *)  erörtert.  Erfolg  hat  die  Idee
des  Ausbaus  der  Weser  selbst.  Es  kam  einigermafsen  überraschend,
als  Bremen  sieh  erbot,  diesen  Anschlufs  ganz  allein  mit  einem  Kostenaufwande
  von  43  Millionen  herzustellen 2 ),  aber  es  mufste,  wenn  es
am  Leben  bleiben  wollte,  auf  alle  Weise  diesen  Plan  fördern.
Seit  Ostfriesland  wieder  preufsisch  geworden  war,  bekam
die  Kanalisierung  der  Ems,  mit  der  Hannover  bereits  begonnen
hatte 8 ),  und  der  Anschlufs  von  Westfalen,  weswegen  bereits  beim
Wiener  Kongrefs  seinerzeit  zwischen  Preufsen  und  Hannover
J )  Y.  S  t  o  1  tz  enb  erg-Luttmer  s  en  ,  Die  Kanalisierung  von  Leine
Aller  und  Weser,  Hannover  und  Leipzig  1895;  L.  Franzius,  Neue  Hafen-Anlagen
zu  Bremen,  eröffnet  im  Jahre  1888,  Hannover  1888.  Sp.  9  u.  a.  Zur  Leinekanalisierung ­
  vgl.  a.  H.  Keller,  Weser  u.  Ems,  IV.  Bd.,  S.  324  u.  a.
Eine  Allerkanalisierung  auf  1,50  m  bis  Celle  kommt  jetzt  zustande.  Die
Stadt  Celle  übernimmt  die  Garantie  für  die  Betriebs-  und  Unterhaltungskosten
und  */»  der  Baukostenverzinsung,  wofür  Bremen  Rückbürgschaft  zu  1 /a,  der
Lloyd  zu  einem  Drittel  für  die  Bremer  Rückbürgschaft  übernimmt.  Die  Baukosten ­
  sollen  3  300  000  Mark  betragen.  Bremer  Nachrichten,  7.  Juli  1H07,  6.
und  9.  Juli  1908.
3 )  Die  Kosten  für  den  ganzen  Mittellandkanal  waren  mit  der  Kanalisierung
der  Weser  nach  dem  älteren  abgelehnten  Projekt  auf  311713  7U0  (für  den
eigentlichen  Mittellandkanal,  vom  Dortmund—Ems-Kanal  bis  zur  Elbe
ca.  150  000  000)  Mark  veranschlagt.  Bremen  hat  1898  die  Kosten  des  Anschlufses
  an  den  Kanal  durch  Kanalisierung  der  Oberweser  bis  Minden  in  Höhe
von  42  628000  Mark  übernommen.
Nach  der  jetzt  angenommenen  Vorlage  werden  rund  74  Millionen  für
den  Kanal  vom  Rhein  bis  zum  Dortmund—Ems-Kanal  aufgewandt,  81  Millionen
für  die  Verbindung  vom  Dortmund—Ems-Kanal  bis  in  die  Gegend  von  Osnabrück
und  von  da  in  die  Gegend  von  Bückeburg,  aufserdem  für  die  Zweigkanäle  nach
Osnabrück  und  Minden  und  die  Arbeiten  in  der  oberen  Weser,  einschliefslich
der  Staubecken,  39  Millionen  für  den  Kanal  nach  Hannover  und  Linden
Bremen  hat  die  Wehr-  und  Schleusenkanalanlage  bei  Hemelingen  zu  stehen  und
ein  Drittel  für  die  Kosten  der  Anlagen  an  der  Weser  oberhalb  Minden,  die
Talsperren,  bis  zu  10  Millionen  Mark  beizutragen.  Die  durchzogenen  Gegenden
werden  durch  abgestufte  Garantien  herangezogen.  (Bremen  §  3  des  Vertrages
vom  29.  März  1906).  Für  die  Lippekanalisiernng  kommen  44  Millionen,  für
Bauten  am  Dortmund—Ems-Kanal  6  Millionen,  für  Landeskultnrbauten  am  Kanal
5  Millionen,  für  den  Grofsschiffahrtsweg  Berlin—Stettin  43  Millionen,  zwischen
Oder  und  Weichsel  21,  für  die  Oder  20  Millionen  hinzu  (s.  das  preufsische  Gesetz
vom  1.  April  1905,  §  2,  A.  2,  Preufsische  Gesetzsammlg.  1905,  no.  10589,
S.  179  ff.;  Pervers,  Das  neue  Wasserstrafsengesetz,  1905,  S.  17,  61;  Vertrag
mit  Bremen  vom  29.  März  1906,  publiziert  21.  Mai  1906,  Bremer  Gesetzblatt
1906,  Nr.  33,  S.  83  ff.).
3 )  Meidinger,  Die  deutschen  Ströme,  IV.  Abt.,  1834,  S.  187.  Vgl.  auch
Zur  Eröffnung  des  Seehafens  in  Emden,  —  Zeitschrift  für  Binnenschifffahrt, ­
  VIII.  Jahrg.,  1901,  S.  389.
            
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