Full text : Geschichte des Bremer Binnenhandels im 19. Jahrhundert namentlich unter den alten Verkehrsformen und im Übergang

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Bremen—Braunschweig,  der  für  das  siebzehnte  Jahrhundert  viel
genannt  wird,  in  Verbindung  gestanden  hat.
Die  taxissche  Reichslehnpost  verlor  ihre  alte  rechtliche
Stellung  mit  dem  Untergang  des  Reichs  1806,  wenn  man  auch
einen  Übergang  des  Lehnsverhältnisses  auf  die  einzelnen  souverän
gewordenen  Staaten  als  neue  Lehnsherren  wie  bei  den  anderen
Lehnsverhältnissen  konstruieren  kann  und  auch  konstruiert  hat.
Bereits  1803  im  Reichsdeputationshauptschlufs  waren  Th  um  und
Taxis  neben  Entschädigung  für  seine  Postverluste  auf  der  linken
Seite  des  Rheins  zugleich  im  übrigen  seine  Posten  in  der  Ausdehnung,
wie  sie  in  dem  Normaljahr  des  Lüneviller  Friedens  1801  bestanden,
garantiert  worden.  Dadurch  hatte  sich  Taxis  bei  der  Exmittierung
aus  denjenigen  kleineren  rechtsrheinischen  Gebieten,  die  als
Entschädigung  den  greiseren  Staaten  anwuchsen,  gesichert,  und  zugleich ­
  eine  Norm  für  seine  Rechtsansprüche  gewonnen,  die  auch
nach  der  französischen  Zeit  wieder  anerkannt  wurde.
Die  französische  Zeit  selbst  charakterisiert  sich  als  eine  Unterbrechung ­
  aller  bisherigen  Verhältnisse.
Im  Zusammenhang  mit  Napoleons  Rheinbundspolitik  entstanden
in  den  Rheinbundsstaaten  neue  Territorialposten,  Württemberg  hob
die  taxissche  Post  ohne  Entschädigung  auf,  übertrug  aber  nach  der
französischen  Zeit  1819  seine  Postverwaltung  wieder  an  Taxis  und
stellte  erst,  nachdem  1849  Streitigkeiten  ausgebrochen  waren,  ein
eigenes  Postwesen  wieder  her,  Bayern  errichtete  1808  eine  Territorialpost, ­
  die  es  auch  nach  der  französischen  Zeit  beibehielt.
Da  der  Fürstprimas  am  Leben  blieb,  behielt  Taxis  wenigstens
seine  Hauptstütze  am  mittleren  Rhein  intakt;  wenn  Eugen  Beauharnais, ­
  den  Napoleon  1810  als  Nachfolger  im  Grofsherzogtum
Frankfurt  bezeichnet  hatte,  sein  Erbe  noch  hätte  antreten  können,
wäre  Taxis  auch  dieser  alte  Mittelpunkt  seiner  Post  verloren
gegangen.
Das  preufsische  Postwesen  wurde  sehr  bedrückt,  die  alten
Kurse  überall  zerstört,  auch  in  den  Landesteilen,  die  nur  besetzt
waren,  chikaniert.
Das  Postwesen  wurde  von  den  Franzosen  zu  Erpressungen
benutzt  und  durchaus  fiskalisch  verwaltet,  überall  schwarze  Kabinette
eingerichtet.  Sehr  übel  wurde  auch  empfunden,  dafs  die  Fahrposten
nach  der  französischen  Einrichtung,  wie  sie  damals  bestand,  ganz
der  privaten  Initiative  überlassen  wurden;  worauf  Deutschland  nicht
            
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