Full text : Geschichte des Bremer Binnenhandels im 19. Jahrhundert namentlich unter den alten Verkehrsformen und im Übergang

—  183

durfte 1 ),  dafür  Eekognitionsgebühren  eingeführt  worden  waren  oder
auch  wohl  ein  bestimmter  Teil  des  vorübergeführten  Guts  gegen
Bezahlung  abgenommen  wurde 2 ),  dafs  wo  früher  der  reisende  Kauft)
  Z.  B.  Lacomblet,  Urkundenbuoh  für  die  Gesch.  d.  Niederrheins,
Bd.  II,  Nr.  469;  Estor,  Teutsche  Reohtsgelahrtheit,  1767,  III.  Bd.,  S.  276;
K.  F.  Kl  öden,  Über  die  Stellg.  d.  Kaufm.  währ.  d.  Mitt,eialt.,  III.  St.,
Berlin  1843,  S.  22  ff.;  (C.  F.  Wurm,  F.  Th.  Müller  u,  a.),  Die  Aufg.  d.
Hansest.  gegenüb.  d.  Zollverein,  Kommissionsber.  d.  V.  S.  d.  Hambg.  Ges.  z.
Bef.  d.  Künste  u.  nützl.  Gewerbe,  Hambg.  1847,  S.  26.  Der  Stapelzwang  der
Seestädte  ist  in  zwei  bedeutenderen  Ausnahmen  länger  als  die  sonst  zählebigsten
Flufsstapel  bis  1863  formell  und  zum  Teil  praktisch  in  den  alten  mecklenburgischen ­
  Hansehäfen  Wismar  und  Rostock  erhalten  geblieben,  die  den  Marktzwang ­
  sehr  scharf  gehandhabt  haben,  Proprehandel  im  alten  Sinne  aufrecht
halten,  ihren  Hafen  nur  den  eigenen  Bürgern  reservieren,  wofür  nachdem
Differenzierung  in  Zoll  eintreten  kann  und  alle  ungewöhnlichen  Häfen  als
Klipphäfen  unterdrücken.  Das  Stapelrecht  in  seiner  Anwendung  gegen  die  Seekonkurrenz ­
  ist  im  übrigen  altes  Herkommen  sowohl  in  Lübeck  wie  in  Hamburg  und
in  Bremen,  das  unter  Beziehung  auf  seine  Hoheitsrechte  aus  dem  gefälschten
Privileg  von  1111  [vgl.  dazu  (Heinr.  Meier),  Assertio  libertatis  reip.  Bremensis,
Bremen  1646  (1661),  S.  341  ff.,  760,  898  (—  weitere  bremische  und  erzbischöfliche ­
  Streitschriften  W.  v.  Sippen,  Gesch.,  II.  Bd.,  S.  263,  389,  III.  Bd.,
S.  56—58,  oldenburgisch-bremische  im  folgenden—),  auch  Philipp  Knipse ­
  h  i  1  d  t,  de  juribus  et  privilegiis  civitatum  imperialium  tractatus,  Ulm  1657,
lib.  III,  cap.  VI,  no.  23  sequ.,  65,  68,  69,  p.  74  sequ.],  das  ius  prohibendi
navigationem  mit  einem  Ausdruck,  der  auch  in  mecklenburgischen  Quellen  begegnet, ­
  in  Anspruch  nimmt.  Vgl.  a.  Wilh.  Lüders,  Meklenburgs  Zoll-,
Steuer-  und  Gewerbeverhältnisse,  1842,  S.  77  u.  a.;  Jahresbericht  des  Preufs.
Konsulats  zu  Rostock  für  1859,  Preufs.  Handelsarchiv,  Jahrg.  1860,  II.  Hälfte,
S.  356;  K.  Koppmann,  Z.  Gesch.  d.  meklenb.  Klipphäfen,  Hans.  Geschichtsblätter, ­
  Jahrg,  1885,  S.  103  ff.;  Friedrich  Techen,  Über  Marktzwang  u.
Hafenrecht  i.  Meklenbg.,  ebenda  Jahrg.  1908,  S.  95  ff.;  Max  Peters,  D.
Entw.  d.  d.  Reederei,  Jena  1899—1905,  II,  Bd.,  S.  72;  Statistik  d.  d.  Reichs,
N.  F.,  Bd.  39,  d.  Stromgeb.  d.  d.  Reiches,  Teil  II.,  Abt.  a,  Gebiet  d.  Elbe  u.  d.
Küstenflüsse  d.  Nordsee  nördl.  d.  Elbe,  Berlin  1900,  S.  115;  H.  Motz,  Bremen
im  Jahre  1663,  Ber.  d.  Grafen  Priorato,  Brem.  Jahrb.,  VI.  Bd.,  S.  17;
Petrus  Friderus  Mindanus,  de  processibus,  mandatis  et  monitoriis  in
imperiali  camera  extrahendis,  Frankf.  a.  M.  1601,  lib.  III,  cap.  15,  sect.  4,
num.  8  in  fin.,  p.  103;  Von  ein.  Hochgräfl.  Oldenb.  Ministris  spargirte  Articul
Mit  Stadt  Bremischen  Gegen  Sätzen,  Bremen  1657,  S.  14  ff.  etc.;  v.  Nettelbla,
Nachricht  von  dem  Rechtsstreit  zw.  d.  Reichs-Stadt  Bremen  u.  d.  Stadt  Minden,
in  Greinir,  Flockr.  HL,  Stockholm  1765,  Nr.  I.  Bremer  Stapelakten  Handelskammer ­
  Arch.  Coli.  Sen.  und  Staatsarch.  u.  a.
2 )  Noack,  D.  Stapel-  u.  Schiffahrtsreoht  Mindens,  Quellen  u.  Darstell.
a -  d.  Gesch.  Niedersachsens,  hrsg.  v.  histor.  Ver.  f.  Niedersachsen,  Bd.  XVI,
1904,  S.  36  u.  a.;  Limnaeus,  Capitulationes  imperatorum  et  regum  Rom.-Germ.,
  1651,  p.  671;  Praes.  Textor,  Scheid,  de  jure  stapulae,  Diss.  Heidelberg ­
  1673,  p.  23,  25;  (Born),  Vom  Stapelrechte  der  alten  Stadt  Magdeburg,
I^IS,  S.  64;  Willig  er  od,  Gesch.  v.  Münden,  1808,  S.  180,  u.  a.;  fHandschrift
Syndicus  Heinekens  Origin.-Ber.  üb.  d.  Brem.  Stapelrecht,  1818,  Nov.  8.,
Brem.  Staatsarch.).
            
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