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bestehenden, unter die Weserschiffahrtsakte fallenden zweiundeingeführt
wurde, ist diese Zahlung auf das doppelte erhöhet, und dadurch der
Erwerb der Schifter so vermindert worden, dafs sie von ihrem Geschäft nicht
mehr leben können. Dafs die Zölle, besonders von Wein, Rumm, Häuten und
mehrere andern Waaren nicht richtig bezalt werden konnten, haben wir in
unsern früheren unterthänigsten Berichten aufrichtig angezeigt, so wie es auch
dem Hohen Cammer Collegio wohl bekannt war. Vor mehrern Jahren liefsen
einige Mitglieder desselben bey ihrer Durchreise hier die Schiffer Bauermeister
und Basilius zu sich kommen, um über die Verhältnisse der Schiffahrt, der
Zölle, des Wasserbaues und dergl. Auskunft zu geben. Diese haben mit aller
Offenherzigkeit ausgesagt, wie viel sie an Zöllen und Geschenken bezalten, auch
die Gründe angeführt, warum eine richtige Angabe unmöglich sey, worauf sie
zur Antwort erhielten, sie mögten nur vorläufig bey der bisherigen Gewohnheit
bleiben, bis andere Einrichtungen getroffen würden.“ (Bremer Handelskammer,
Arch, Coli. Sen.) Vgl.; Schreiben des Bremer Schiffers Helmrich Lubbers an
Syndikus Dr. Heineken nach Minden vom 14. Februar 1821: „Ursprüngliche
Entwicklung eines Mannes Namens N. Dieser war zuerst Aufwärter beim Zoll-Inspector
Hintze in Intschede, wodurch derselbe nach Verden als Zollschreiber
bey einem damahls angestellten Zoll-Inspector Pape, so vorhero als Zoll-Verwalter
in Brinkum gestanden, empfohlen wurde, indem Hintze in denselben
wohl kein Zutrauen setzte —, Der Zoll-Insp. Pape zu schwach an Geist, vertraute
oben genannten zu viel, wodurch derselbe mehrere Geheimnisse, NB. seyen
es erlaubte oder unerlaubte, zu seiner künftigen Laufbahn bemerkte, auch
Gelegenheit fand, mit allem, was in Zollangelegenheiten zwischen Zollbedienten und
Schiffer sich ereignete, sich vertraut zu machen, welches derselbe, sobald sich die
Gelegenheit nur darbot, auch benutzte, indem derselbe sachte sich bey den
Schiffern so in Autorität zu setzen, weil sein Principal ihm alles anvertraute,
dafs sämtliche Schiffer, vor nachsichtliche Behandlung aufserordentlich Contribuiren
mufsten. Durch diese Quelle eröffnete derselbe eine neue, nemlich er
liefs sich einen Schiffs-Bullen verfertigen mit allem dazu nöthigen Geräth,
worauf derselbe einen Bauern Namens Reitman als Schiffer ansetzte und selben
instruirte, dafs er nicht allein Ladung nach Celle für billige Fracht transportirte,
sondern auch von Celle retour, wodurch er sich mit den damit verbundenen Vortheilen
der Zollbedienten wie der Schiffer bekannt machte, und alles dieses ihm, den
N .. anzeigte, so wie nun derselbe mit allen oben erwähnten Vortheilen sich völlig
überzeugt hatte, machte derselbe eine Reise nach London, wozu die mehrere
Schiffer (freywillig oder gezwungen, wie man es nehmen will;) Conlribuiren
musten. Nachdem derselbe sich nun ganz in die Engl, Monopol
(die englischen Kanalgesellschaften?) einstudirt, reifsete er wieder
nach Verden, und drängte sich seinem vorherigen Brodherrn wieder
auf, der leider zu schwach um es einzusehen wie gefährlich derselbe
für Zollbedienten und Schiffer werden konnte, und so suchte derselbe sich
immer noch mehr Kenntnisse zu sammeln um seine Intrikanten Pläne desto
sicherer zu gründen. Ehe ich weiter schreibe, mnfs ich bemerken, dafs die
damalige Churfürstliche Hannov. Regirung schon alles aufgebothen, die
Schiffahrt zwischen Celle, Hannover und Münden nur allein durch Hannoverische
Schiffer betreiben zu lassen, und sogar, um diesen Zweck zu erreichen, ihren
emländischen Schiffern nach Celle und Hannover die halbe Zoll- und Schieisen-