Full text : Geschichte des Bremer Binnenhandels im 19. Jahrhundert namentlich unter den alten Verkehrsformen und im Übergang

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zwanzig  Plätze.  Ihre  Zahl  wurde  durch  die  Weserschiffahrtsakte

Freiheit  angedeihen  lassen,  welchen  letzteren  Vorzug  ihre  Dnterthanen  nach
Hannover  zur  Neustadt  am  Eübenberge  noch  geniefsen,  sie  auch  ohnedies  noch
begünstigt  durch  den  Linienzug  mit  Pferden  in  dem  Amte  Rethen  und  Ahlden,
indem  ihre  Unterthanen  durch  Achtsmänner  begleitet  unter  Taxation  des
Schadens,  Ausländer  aber  nach  Willkühr  der  Ufer  Besitzer  behandelt  werden,
wodurch  letztere  ungleich  stärkeres  Treibgeld  bezahlen  müssen.  Dem  allen
ungeachtet  konnte  man  dennoch  nicht  die  Ausländischen  Schiffer  aus  dem
Wege  räumen,  unter  diesem  Zeiträume  trat  denn  nun  obenerwähnter  N.  .  .  in
Hannover  wieder  auf,  und  suchte  sich  durch  seine  Entdeckung  bey  der  Churfürstlichen ­
  Regirung  so  einzuschmeicheln,  dafs  es  ihm  endlich  gelang,  sich  eine
Stelle  als  Zoll-Controlleur  in  Celle  zu  verschaffen,  hier  suchte  er  nun  alle  seine
Kraft  hervor,  um  sich  gegen  Schiffer  und  Speditor  in  Authorität  zu  setzen,
benahm  dem  Einen  wie  dem  Ändern  alle  mögliche  Kl.  Vortheile,  um  aber
nicht  ganz  bey  den  Hannov.  Schiffern  und  Speditors  aufser  Credit  zu
kommen  (der  damals  sehr  nothwendig),  so  vereinigte  derselbe  die  Speditor  mit
den  Hannöv.  Schiffern  dahin,  dafs  selbe  eine  Jagd-Schiffahrt  auf  Celle  unter
sich  etablirten,  wovon  sämtliche  Bremer  Schiffer  ausgeschlossen  wurden,  sobald
das  aber  den  Bremer  Schiffern  zur  Kunde  kam,  kamen  selbe  den  Hannov.  Schiffern
und  Speditors  zuvor.  Weil  nun  durch  diese  Handlung  von  Seiten  N.  .  .  einleuohtont
wurde,  dafs  der  Plan  im  Werden  sey,  die  Bremer  Schiffer  auszurotten,  so  trat
der  Patriotismus  der  Bremer  Kaufmannschaft  in  voller  Kraft  auf  und  den
Bremer  Schiffern  wurde  mehr  wie  sonst  Vorzug  gegeben.  Diese,  mit  neuem
Muthe  belebt,  vereinigten  sich  und  bildeten  eine  Compagnie,  wodurch  denn  der
Plan  von  N.  .  .  .  nicht  so,  wie  gehofft,  von  Statten  ging,  und  so  suchte  derselbe
es  bey  der  Regierung  dahin  zu  vermögen,  dafs  man  den  Bremer  Schiffern  in
Dreye  den  Zwang  anlegte,  mit  der  neu  etablirten  Hannöv.  Schiffahrt  und  Spedition
der  Reihe  nach  zu  fahren,  wogegen  sich  die  Bremer  auflehnen  musten  und
beym  hiesigen  Magistrat  um  Schützung  ihrer  Rechte  fleheten.  Nach  langem
Hin-  und  Herschreiben,  zwischen  der  Churfürstlich  Hannoverschen  Regierung
und  dem  Bremischen  Magistrat,  welcher  ungern  sich  mit  der  Hannov.  Regierung
entzweien  wollte,  um  einer  Handvoll  Bremer  nach  dem  Oberlande  fahrender
Schiffer  ihr  Rechte  zu  schützen,  suchte  der  Magistrat  es  dahin  von  sich  zu
lehnen,  dafs  die  Bremer  Schiffer  an  dem  Hause  Schütting  verwiesen  wurden,
hier  wurde  in  einer  Commission  im  Hause  Schütting  denn  Bremer  Schiffern
angedeutet,  sie  wären  freye  Bürger  und  könnten  wählen,  was  sie  wollten.  Das
Collegium  Seniorum  würde  sich  fernerhin  nicht  weiter  damit  befassen,  hier
wurde  nun  guter  Rath  theuer,  so  dafs  am  Ende  beschlossen  wurde  uns  mit
der  Geller  Comp.:  zu  vereinigen,  wovon  N.  nach  Cello  berichtet  wurde,  welcher
denn,  seines  Sieges  sich  freuend,  eine  Zusammenkunft  in  Verden  bestimmte,
worinne  erschien  N.  .  .,  Schiffer  M.  Hoyer,  J.  Finke  und  H.  Lübbers,  in  dieser
Zusammenkunft  wurde  zwischen  N.  .  .  im  Namen  der  Geller  Comp,  und  den
3  Bremer  Schiffern  verabredet  und  beschlossen,  auch  durch  N.  ,  .  schriftlich
zugesichert,  dafs  die  Bremer  Schiffer  gleich  den  Hannoverschen  Schiffern  aller
Rechte  und  Vortheile,  sie  mochten  Namen  haben  wie  sie  wollen,  geniefsen
sollten,  wogegen  die  Bremer  Schiffer  auch  alles  versprachen,  was  der  Geller
Compagnie  nützlich  werden  konnte,  und  so  wurde  denn  ein  freundschaftlicher
Vertrag  abgeschlossen.  —  In  dieser  Zeit  wurden  auch  die  Spediteurs,  welche  eben
            
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