Full text : Geschichte des Bremer Binnenhandels im 19. Jahrhundert namentlich unter den alten Verkehrsformen und im Übergang

Suspension  beziehungsweise  Nachfolger  der  alten  ständischen  Handelspolitik, ­
  wie  Preufsen,  Bremen,  Hannover  u.  a.  zu  Gunsten  der
Mündener  Schifferschaft  und  Spedition  und  in  den  Steuervereinsvereinbarungen ­
  gegen  den  Zollverein  etc.  Zollmodifikationen  innerhalb
der  Schiffahrtsakte  eintreten  lassen,  sind  die  Zollvereinsverträge
Preufsens  mit  Kurhessen  1831,  ferner  Braunschweig  und  Lippe-Detmold ­
  1841,  wegen  Nichterhebung  des  Weserzolls  für  die  Zollvereinswaren, ­
  Beschränkung  auf  den  Durchgang  von  und  nach  den  Steuervereinsländern ­
  und  Bremen,  deren  Prinzip  aber  1851  bei  den  Verhandlungen
mit.  Hannover  wegen  des  Steuervereinseintritts  1854  nicht,  wie  ursprünglich ­
  beabsichtigt,  bereits  zur  Beseitigung  des  Weserzolls  führte,
da  man  wegen  verschiedener  Anstände  gegen  Bremen  eine  Handhabe
behalten  wollte 1 ).  Die  Verhandlungen  mit  Bremen  begannen  im
Juni  1853.  Bis  zur  Suspendierung  bestand  gegen  die  ganze  Weser
ein  Aufsichtsdienst  wie  an  den  Grenzen,  da  alle  weserwärts  in  den

Weserschiffahrtsabgabe  unterworfen  wurden,  so  manifestierten  diese  im  Steuerverein ­
  zu  Berg  nur  in  Hameln,  zu  Tal  in  Münden,  im  Zollverein  zu  Berg  in
Minden,  zu  Tal  in  Rinteln,  später  nur  in  Minden;  zwischen  Bremen  und  Hameln
wurde  durch  Übereinkommen  mit  der  hannoverschen  Direktion  der  indirekten
Abgaben  die  Kontrolle  durch  die  Kondukteure  der  Dampfsohiffahrtsgesellschaft
ausgeübt.  Für  die  von  der  Dampfschiffahrtsgesellsohaft  nicht  zu  berücksichtigenden
Zollstellen  und  die  dort  erfolgenden  Zuladungen  wurden  beglaubigte  Abschriften
der  Manifeste  nachträglich  eingesandt.  Jahresberichte  der  Gesellschaft,  1844,
S.  25,  56;  1845.  S.  22  u.  a.  In  Hameln  entstanden  bei  der  Umladung  wegen
der  Schleuse  durch  die  Formalitäten  der  Zollabfertigung  schwere  Opfer  an
Geld,  durch  die  Kosten  der  bei  der  Verwägung  zu  leistenden  Arbeitshülfe,
Ausstellung  von  Deklarationen,  Vorschub  des  Zolls,  Verschnürungen  und
Plombieren  und  an  Zeit  durch  regelmäfsig  24stüudiges  Uberliegen  Nur  wegen
dieser  Kontrolle  war  es  aber  der  Gesellschaft  gestattet,  nach  allen  Orten
Frachten  aufzunehmen,  sonst,  wenn  sie  mit  kleineren  Schiffen  direkt  durch  die
Schleusen  gehen  wollte,  wäre  es  nur  nach  wenigen  Orten  gestattet  worden.
Jahresbericht  1854,  S.  18  der  Vereinten  Dampfschiffahrts-Ges.  Auch  in  dem
Jahresbericht  vom  30.  Juni  1849  heilst  es  S.  27  und  28,  dafs  die  Weserzölle
nichts  einhringen,  der  Aufenthalt  aber  eine  kolossale  Schädigung  ist,  die
Dampfschiffahrt  geniefst  allerdings  Erleichterung,  aber  ohne  die  könne  sie  auch
gar  nicht  betrieben  werden.  Der  mindeste  Anspruch,  der  1847  an  dem  Widerspruche ­
  einer  Regierung  gescheitert  sei,  sei,  dafs  an  einem  Orte  des  unteren
Verlaufs  in  Dreye  oder  Bremen,  so,  wie  es  für  einen  Teil  der  Elbzölle  sei,  der
Zoll  erhoben  werden  möge,  die  Bewegung  auf  dem  übrigen  Strom  aber  freigegeben ­
  werde  usw.
*)  Abgestufte  Schiffahrtsabgaben  zum  Nachteil  der  holländischen  Plätze
im  modernen  Mittellandkanalverkehr  Victor  Kurs,  Ber.  ü.  d.  Entw.  e.  Ges.
hetr.  d.  Herstell,  u.  d.  Ausbau  v.  Kanälen  u.  Flnfsläufen  im  Intel',  d.  Schiffahrtsv®rk.
  u.  d.  Landeskultur,  Berlin  1901  (Sonderdr.  d.  Zeitschr.  f.  Binnenschiff.,
VIII,  Jahrgang),  S.  10.
            
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.