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der Ausbau verändert und bestimmt die Verkehrslage der Orte. Ich
habe die Chausseen, die die Bremer Routen bilden, periodenweise nach
dem in unserer Stadtbibliothek vorhandenen Kartenmaterial u. a. *)
') Namentlich wurden benutzt die die Perioden ergebenden Karten von
C. F. Weiland, Neueste Post-Charte von Teutschland und einem Teile der
angrenzenden Länder, Verlag des geogr. Instituts, Weimar 1824.
Major Kurts, Karte vom preufsischen Staate mit beträchtlichen Teilen
der angrenzenden Länder, Verlag von G. Eeimer, Berlin 1831.
F, v. Döring, Karte vom preufsischen Staate nach den neuesten und
zuverlässigsten Quellen bearbeitet, Verlag von Simon Schropp et Comp.,
Berlin 1845.
AdolfStieler, Karte von Deutschland in XXV. Blatt, III. Aufl., Verlag von
Justus Perthes, Gotha 1859.
Die Post- und Eisenbahnkarte von Deutschland, bearbeitet nach L. Friedrichs
Post-, Eisenbahn- und Reisekarte von Mitteleuropa, Verlag von Justus Perthes,
Gotha 1866,
Daneben L. Zindel, Zollvereins- und Handelskarte von Preufsen etc.,
I. Auf!., Verlag von Ferdinand Eubach, 1834, H. Aufl., Verlag E. Baensch, 1843,
Magdeburg.
Von den nicht topographischen Spezialkarten ist auch C. F. Weiland,
Das Königreich Hannover nebst dem Grofsherzogtume Holstein-Oldenburg, dem
Herzogtums Braunschweig, den Fürstentümern Lippe-Detmold und Schauenburg-
Lippe nebst den Gebieten der Freyen Städte Bremen, Hamburg und Lübeck,
Weimar 1837, ganz interessant, aber die Chausseen sind wenigstens auf dem
mir vorliegenden Exemplar oftmals schwer zu unterscheiden.
Vergl. ferner auch die Karten: Charte von den drey Departements Elb-
Mündungen, Weser-Mündungen und Ober-Ems, Verlag Friedrich Perthes, Hamburg
1811 und die Carte du Departement des bouches du Weser, le CXXIX de
l’Empire Frangois, von v. H a 1 e m, Secretaire general de la Prefecture und
Lasius, Ingenieur ordinaire des Fonts et Chaussees, 1812; Wilhelm Müller.
Chorographisohe Karte des Königreichs Hannover, Grossh. Oldenburg, Herzogth,
Braunschweig etc., (des westlichen Deutschlands), I. Aufl. Hannover 1818, II. Aufl.
1830; u. a.
Im Königreich Hannover waren 1817: 94 Meilen, 1830: 178 Meilen, 1836:
207*/« Meilen, und zwar 62 1 /* Meilen Steinpflasterbahn, lOO’/a Steinschlagbahn,
IS’/s Grandbahn, 24 7 /s Doppelbahn (Steinpflaster neben Grand oder Steinsohlag)
vorhanden. 1835 waren der Chausseeverwaltung 263 Meilen überwiesen, wovon
noch 24Va als vorgeriohtete Dämme, 30 3 /* Meilen in rohem Zustande lagen.
Bis 1839 waren fast 313 Meilen unter die Chausseen aufgenommen, wovon ’/s
vollendet waren, und an denen sich 180 Hebestellen (Barrieren) befanden.
(Pr. v. Reden, Das Königreich Hannover, II. Abt., 1839, S. 377—388.)
Im Königreich Preufsen waren 1816 523 3 /s Meilen Chaussee; demgegenüber
kann man heute auf dasselbe Gebiet etwa 10 000 Meilen rechnen. a /s der
Chausseen von 1816 lagen in Westfalen und Rheinland. Pommern und Posen
hatten keine, die Provinz Preufsen 1 Meile Chaussee. (Sombart, Deutsche
Volkswirtschaft im 19. Jahrhundert, 1903, S. 6.) Der Zug des Chausseenbaus
ging von Südwesten nach Norden und Osten. Eine gröfsere Literatur in meiner
Darstellung des Frachtfuhrwesens, s. i. f.