Full text: Geschichte des Bremer Binnenhandels im 19. Jahrhundert namentlich unter den alten Verkehrsformen und im Übergang

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nach Bremen nur über Hannover führen wollte. 1 ) Insofern wurde 
ein Rückschritt von der mit dem Chausseenbau begonnenen stärkeren 
Hervorhebung von Harburg getan, als man in Hannover Lüneburg 
von der Bahn berührt, nicht blofs mit einer Stichbahn daran 
angeschlossen haben wollte. * 2 ) Bereits seit 1825 beschäftigte man 
sich in Braunschweig mit einer Bahn nach Hamburg und Bremen. 
Die 1832 herausgekommene Broschüre des herzoglich-braun 
schweigischen Kammerrats bezw. Finanzdirektors v. Arnsberg, 3 ) 
anscheinend die älteste Druckschrift, von der eine frühere hand 
schriftliche Ausarbeitung von 1827(?) im Bremer Archiv liegt, sieht 
die Kombination Hamburg—Celle—Braunschweig und Celle—Hannover 
und Bremen—Celle—Braunschweig und Celle—Hannover, also Celle als 
Knotenpunkt, vor. Immerhin knüpfen beide Projekte an die historischen 
Strafsen an, wenn sie auch beide die alte direkte Strafse Braun 
schweig—Gifhorn—-Lüneburg fallen lassen und das Braunschweiger 
Projekt den bisherigen direkten Weg zwischen Hannover und Bremen 
durch die Kombination der Bremen—Braunschweiger Zwangsstrafse 
des alten, von Hannover 1825 endgültig verlassenen, Zollsystems 
mit der hamburg-hannoverschen Strafsenstrecke Celle—Hannover 
ersetzt. 
Für Bremen bedeutet das eine östliche Verschiebung seines 
Südweges. Es besteht ein natürliches enges Interesse zwischen der 
von der Regierung bevorzugten und im Königreich allein kapital 
h Protokoll des Bremer Eisenbahn-Komitees vom 17. März 1836. Kammer 
rat Oldekopp-Hannover. (Bremer Staatsarchiv.) 
a ) (Taylor), Remarks, part II. p. 63, 65; C. Grote, Über ein Eisen 
bahn-System für Deutschland, Göttingen 1834. 
3 ) Plan zur Anlegung einer Eisenbahn zwischen Hannover, Braunsohweig 
und den freien Hansestädten, mit einer Charte und einer Zeichnung, Braun 
schweig 1832. Die Zeichnung stellt das Vehikel, das auf der Bahn gebraucht 
werden sollte, in der Form der damals üblichen Fracht- (Leiter-) wagen dar. 
Die Verwendung von Pferden und leichten Bahnen war eine Lieblingsidee, 
v - Arnsbergs, der sie auch auf der Versuchsbahn Braunschweig—Wolfenbüttel— 
Harzburg verwenden wollte. (Bremer Staatsarchiv, Protokoll des Bremer Eisen- 
hahn-Komitees vom 23. Dez. 1835.) — Vgl. a. Politisches Wochenblatt für die 
freie Hansestadt Bremen vom 6. Mai 1835. Auch die Befürworter der Bahnen 
weinten z. T., dafs Deutschland nicht Eisenbahnen, wie sie der englische Ver 
kehr habe, tragen könne, arbeiteten Komplikationen zwischen Eisenbahnen- und 
Dhausseendurchgangsstrafsen aus, hielten Nordwestdeutschland für ungeeignet. 
Interessant ist u. a. ein Artikel Hannoversche Landesblätter 5. Mai 1835, Nr. 46. 
Die Einheit der Verwaltung der Bahn und des Bahnbetriebs war übrigens in 
der älteren Zeit noch nicht selbstverständlich. Man findet umsteokbare Räder, 
Holz- (mit Eisenbeschlag), Gufseisen und Schmiedeeisenschienen, erörtert. 
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