Full text : Geschichte des Bremer Binnenhandels im 19. Jahrhundert namentlich unter den alten Verkehrsformen und im Übergang

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Harburg  angeschlossen  werden,  da  man  an  eine  rege  Benutzung
des  Geestemünder  Hafens  vom  Elbeverkehr,  Kanalprojekte 1 )  dachte,
es  ist  vordem  1853—1854 2 )  und  1856 3 )  die  Rede  von  einem
Anschiufs  von  Verden  direkt  nach  Geestemünde  mit  Umgehung  des
Zollauslands  Bremen  etc.,  man  glaubte  1845,  Bremen  werde,  um
Umschlag  zu  bleiben,  den  Bahnanschlufs  der  Bahn  von  Hannover
über  Bremen  nach  Geestemünde  fürchten  und  stellte  daher  bereits
beim  Bahnbau  1847  die  Bedingung,  dafs  der  Bahnhof  Bremen  in
der  Längsrichtung  des  Stromes  gebaut  werde,  um  die  Linie  bequem
fortführen  zu  können. 4 )
In  Bremen  bedauerte  man,  als  schliefslich  die  Ausführung  von
1862  näherrückte,  die  im  Anschlufs  an  den  Bahnbau  Hannover—
Bremen  und  weiter  wegen  der  Ocean-Steam-Navigation-Company
bearbeiteten  Projekte  einer  Bahnanlage  nach  Geestemünde—Bremerhaven ­
  nicht  energischer  betrieben  zu  haben.
Es  war  schon  in  einem  der  Verträge,  die  Bremen  wegen  des
Bahnbaus  1845  abschlofs,  von  einer  Verlängerung  die  Rede  gewesen,  die
Druck  von  G.  Hunckel,  Bremen  1856;  Die  Oldenburg—Bremer  Eisenbahn,  Oldenburg ­
  1862,  S.  7.
J )  Duckwitz,  Denkwürdigkeiten,  S.  139,  140;  Hannovers  Seeschifffahrt,
I.  Heft  1853,  S.  58  ff.;  und  in  der  Erörterung  zum  Wasserwesen.
2 )  Hannovers  Seeschifffahrt,  I.  Heft,  Leer  1853,  S.  57,  61,  63,  73,  74;
Moidinger,  Die  deutschen  Ströme,  III.  Abt.,  1854,  S.  23.
3 )  Weserzeitung  vom  2.  Juli  1856;  Julius  Michaelis,  Deutschlands
Eisenbahnen,  ein  Handbuch,  III.  Auf!.,  Leipzig  1863  (1857),  S.  147.
4 )  Gedanken  dieser  Art,  wie  sie  in  dem  Projekt  des  Ältermanns
Holte  noch  einmal  hervortreten  (Arch.  Coli.  Sen),  waren  damals  in  Bremen
bereits  überwunden.  Vergl.  a.  Duckwitz,  Denkwürdigkeiten,  S.  115.  Als
Smidt  1827  seinen  Artikel  über  eine  etwa  zu  erbauende  Bahn  in  den
Bremerhavener  Vertrag  aufnahm,  bestanden  noch  allgemeine  Widerstände  gegen
seinen  Plan,  hier  eine  Stadt  entstehen  zu  lassen,  überhaupt,  und  speziell  bei
den  Ältexdeuten  äufserte  sich  die  Besorgnis,  mit  einer  Verlegung  dahin,  wo
die  Kautelon  gegen  eine  absolute  Gewalt  des  Rats  wegfielen,  vom  Rate  allzu
abhängig  zu  sein.  Aber  man  fürchtete  auch  damals  schon  eine  gegensätzliche
Politik  Hannovers  auf  dem  linken  Weserufer,  insofern  man  glaubte,  Hannover
werde,  wenn  man  eine  Bahn  baue,  die  ja  anders  wie  der  freie  Strom  durch
hannoversches  Zollinland  ging,  durch  Zollbegünstigung  oder  -freiheit  auf  Benutzung ­
  des  linken  Qeesteufers  hinwirken  und  so  Bremerhaven  in  Frage  stellen,
deshalb  sei  es  besser,  den  Plan  vorläufig,  bis  die  Notwendigkeit  vorliege,
ruhen  zu  lassen.  Es  bestand  damals  bereits  ein  Plan  einer  englischen  Gesellschaft ­
  eines  Herrn  Sowersby  (1827?,  1829—30).  Bremer  Staatsarchiv;  Handelskammerarohiv.
  In  den  Vertrag  des  Baus  der  Geestemünde—Bremer  Bahn  sind
Kantelen  gegen  eine  differenzierte  Behandlung  der  Frachttarife  seitens  Hannover
aufgenommen  worden.  (Vertrag  vom  28.  Febr.  1859.  S.  dazu  Duokwitz,  Denkwürdigkeiten, ­
  S.  141;  Hannovers  Seeschifffahrt,  I.  Heft,  1853,  S.  61,  71).
            
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