Full text : Geschichte des Bremer Binnenhandels im 19. Jahrhundert namentlich unter den alten Verkehrsformen und im Übergang

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und  die  Werra  aufwärts,  schiffbar  bis  Kreuzburg 1 ),  meist  befahren
bis  Wanfried 2 ),  wo  die  hessische  Niederlage  war 5 ),  die  Fulda  zerfiel
noch  wieder  in  zwei  Abschnitte,  Mündener  Schiffer,  die  hier  damals
den  Verkehr  ausschließlich  in  der  Hand  hatten,  fuhren  bis  Kassel,
von  wo  hessische  Schiffer  mit  kleinen  Boten  bis  Hersfeld  gingen. 4 ) 5 )
Wanfried 2 )  blieb  auch  noch  in  neuerer  Zeit  der  Umschlag,  wenngleich ­
  zeitweise  auch  Eschwege 3 )  und  auch  die  preufsischen  Orte  2 )
hervortraten.
man  in  neuerer  Zeit,  stapelmäfsiges  Feilhalten  evt.  mit  gänzlicher  Weiterfuhrversagung
  für  Getreide,  Mehl,  Wein,  Bier,  Bau-  und  Flofsholz  etc.,  Stein,
kohlen,  (Eisen)  und  Quadersteine,  Umladung  und  Faktorenzwang  für  alle
Güter  (modifiziert  durch  den  Minder  Vergleich  1769).  Die  Hauptstapelurkunden
sind  abgedruckt  als  Anhänge  der  Streitschriften.  Einige  jüngere  Verordnungen
(dabei  Wedde-Ordnung  und  -Eid)  sind  abgedruckt  in  der  Sammlung  verschiedener
Verordnungen,  welche  in  Handlnngs-,  Schiffahrts-  und  Polizey-Saohen  der
Kayserlich  freyen  Reichs-Stadt  Bremen,  so  in  älteren  als  neueren  Zeiten  aus«
gegangen,  Bremen,  gedruckt  und  verlegt  von  Friedrich  Meier,  E.  E.  Raths
Buchdrucker  (1750),  S.  48,  51,  52,  106,  108,  109,  111,  112,  113,  (auch  einiges
zu  Schiffei’-,  Schlacht-,  Waageordn,  etc.)  u.  a.  Vgl.  a.  die  Kundige  Rolle,  bei
Friedr.  Meier,  Bremen  1756  u.  a.
h  Patje,  Abrifs  des  Fabriken-,  Gewerbe-  und  Handlungszustandes  in
den  churbraunschw.-Iüneburg.  Landen,  1796,  S.  440  ff.
2 )  Patje,  8.  440  ff,,  Protokolle  der  Weserschiffahrtskommisson  IV.  Konferenz ­
  vom  16.  Febr.  1821.  Bremer  Staatsarchiv,  Handelskammerarchiv.  In
einem  Schreiben  aus  Wanfried  vom  18.  Febr.  1819  wird  erzählt,  wie  Wanfried
Jahrhunderte  lang  der  Umschlag  gewesen  sei,  und  wie  Hessen  auch  Eschwege
niedergehalten  habe,  und  über  neuerliche  Schwierigkeiten  und  Zersplitterung
geklagt.  Zolltechnisch  ist  zu  Zollvereinszeiten  Wanfried  hervorgehoben.
s )  Hansestädte  Lübeck  und  Bremen,  Handbuch,  Leipzig  und  Ronneburg
1807,  S.  329.
4 )  Patje,  S.  440  ff.;  Memoire  der  Deputierten  des  Bremer  und  oberländischen ­
  Handelsstandes  zur  Beförderung  einer  besseren  Weserschiffahrtsordnung, ­
  Bremen  1815,  S.  20.  (Sammlung  der  Stadtbibliothek  Oberweser).
6 )  Die  Geschichte  der  hessischen  Schiffahrt  auf  der  Fulda  und  Werra
ist  dargestellt  von  Hugo  Brunner,  Beiträge  zur  Geschichte  der  Schiffahrt
in  Hessen,  besonders  auf  der  Fulda,  in  der  Zeitschrift  des  Vereins  für  hessische
Geschichte  und  Landeskunde,  N.  F.,  XVI.  Bd.  1891.  Im  sechzehnten  Jahrhundert
hat  Hessen  daran  gedacht  bis  nach  Ziegenhain  in  die  Schwalm  hinauf  Schiffbarkeit ­
  herzustellen,  dann,  weil  man  die  Anwartschaft  auf  das  Stift  Hersfeld
gewann,  sich  mit  der  fuldischen  Regierung  wegen  Schiffbarmachung  bis  Fulda
zu  verständigen,  es  kam  aber  nur  bis  1602  zum  Schleusenbau  und  Aufräumung ­
  bis  Hersfeld,  womit  zugleich  ein  Schiffahrtsreglement  erlassen  wurde
(ältere  Nachrichten  Brunner,  S.  204).  Im  siebenjährigen  Krieg  hatten  auch
die  Franzosen  wieder  den  Plan  einer  Schiffbarmachung  bis  Fulda;  sie  nötigten
auch  den  Bischof  von  Fulda  und  die  Grafen  von  Schlitz  zum  Schleusenbau,
eine  Reihe  von  Schleusen  kam  auch  wirklich  1762  bis  zum  Frieden  zu  Stande.
Die  hessische  Regierung  setzte  die  Unterhandlung  fort,  konnte  aber  nicht
            
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