Full text : Geschichte des Bremer Binnenhandels im 19. Jahrhundert namentlich unter den alten Verkehrsformen und im Übergang

vierziger  Jahren  Georg  Rolff  verbesserte  Oberweserschiffe
eines  leichteren  und  zweckmässigeren  Typs  *) 2 )];
an  der  Aller:
im  Amt  Winsen  a.  d.  Aller  [1796  39  Leute  beschäftigt,  Schiffe  bis  zu
60  Last 3 );  1839  zwei  Werften  für  Aller-  und  Leineschiffe 4 )];
im  Amt  Ahlden  zu
Riethagen  und
Hudemühlen  [in  Riethagen  und  Hudemühlen  waren  1839  drei
Werften  für  Aller-  und  Leineschiffe 4 );  Hudemühlen  wird
auch  schon  1796  mit  6  beim  Schiffbau  beschäftigten  Leuten
und  Schiffen  bis  zu  40  Last  genannt 3 );  heute  K.  Schultze];
an  der  Leine:
bei  Limmer,  Amts  Blumenau  [eine  Werft  für  Leine-  und  Allerschiffe, ­
  Neubau  und  Reparatur,  1839 4 ) s )];
an  der  ünterweser  und  an  der  Lesum;
in  Bremen  [Gegen  das  Ende  des  18.  Jahrhunderts  bestand  fast
nur  ein  allerdings  reger  Flufsschiffsbau  in  Bremen 6 ).  Die
alten  Schiffhauplätze  waren  am  Bauhof,  Teerhof,  seit  dem
Ende  des  18.  Jahrhunderts,  wo  Eiert  Selmann  den  Schiffbau
wieder  beleben  wollte,  auch  in  der  Piepe  im  Werder
an  der  kleinen  Weser,  am  Werdertor  an  der  grossen
Weser  und  an  der  Hohentors-Contrescarpe.  Die  Werft  und
Eisengiefserei  von  Carsten  Waltjen  &  Co.  wurde  1843  gegründet. ­
  Waltjen  und  Leonhard  fungierten  mehrfach  als
Sachverständige  bei  Abnahme  der  Schiffe  der  Vereinten
Weserdampfschiffahrt.  Waltjen  baute  auch  die  ersten
9  Ludwig  Boclo,  Der  Begleiter  auf  dem  Weser-Dampfschiffe  von
Münden  nach  Bremen,  Göttingen  1844,  S.  219,
а )  A.  Engel,  Weserbuch,  1845,  S.  102;  Jb,  d.  Hdlsk.  v.  Minden  f.  1869,  S.  39.
3 )  Patje,  Abrifs,  1796,  S.  459.
4 )  Fr.  v.  Reden,  Das  Königreich  Hannover,  II.  Abt.,  1839,  S.  272,  273.
б )  An  der  Fulda  ist  heute  noch  eine  Schiffsbauerei  in  Melsungen,  K.  Stahl.
D.  Reiohs-Adrefsbuoh,  Berlin  1908,  A.,  S.  793,  802,  803,  1242,  1781,  1788,  1789,
1815,  1823,  1829,  1886,  1933,  1938,  2053,  2106,  3789,  3792,  Mitteilungen  von
Herrn  H,  W.  Meyer  in  Bremen.
°)  H.  Wilda,  in  Bremen  und  seine  Bauten,  1900,  S.  694.  Vergl.  a.
E.  Dünzelmann,  Aus  Bremens  Zopfzeit,  1899,  S.  130,  wonach  bis  gegen  die
Mitte  des  achtzehnten  Jahrhunderts  Bremen  der  Hauptort  war,  wo  die  oberländischen ­
  Schiffe  einer  Reparatur  unterzogen  wurden;  nur  in  Minden  soll  es
noch  einen  Schiffszimmermann  gegeben  haben,  in  den  übrigen  Orten  der  Weser,
Aller  und  Leine  weder  Meister  noch  Handwerkszeug.  Der  im  Mittelalter  blühende
Seeschiffsbau  war  bereits  im  siebzehnten,  und  noch  mehr  im  achtzehnten  in
Bremen  sehr  zurückgegangen.  —  Der  Staat  Bremen,  Berlin  1907  ff.
            
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