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Ei« vorübergehende Stockung in der Aufwärtsbewegung im Monat
Januar, die ihre Ursache in dem damals besonders großen Wagen-
mangel hatte, ist schon im Februar überwunden worden.
Vom 1. März ab haben wir, wie der Bezirksleitung inzwischen
bekannt geworden sein dürfte, eine Erhöhung der Regelmätzigkeits^-
prämien für verheiratete männliche Arbeiter auf 35,— Mark, für un
verheiratete auf 30,— Mark, für jugendliche auf 18,— Mark, für weib
liche Arbeiter auf 22,— Mark, und eine Erhöhung der Kinderzulage
auf 6,— Mark je Kind eintreten lassen. Die Wirkung dieser Erhö
hungen, die bei männlichen verheirateten Arbeitern bei der Durch-
fchnittssehl von 3—4 Kindern einer Aufbesserung des Lohnes um etwa
85 Pf. für die Schicht gleichkommt, wird sich bei der nächsten Löhnung
zeigen. Bei der Gewährung der Regelmäßigkeitsprämien und der Kin
derzulagen wird, wie bisher das weiteste Entgegenkommen geübt
werden.
Außer diesen Zulagen werden bie Gedinge- und Schichtlöhne der
einzelnen Arbeiter dauernd überprüft und reguliert. Wenn trotzdem
einzelne Leute auch in der Klasse der Hauer zeiweilig unter dem Durch
schnitt verdienen, so handelt es sich fast ausschließlich um ältereArbeiter,
die nicht mehr voll leistungsfähig sind, zum Teil auch auf ihren Wunsch
bei leichteren Arbeiten beschäftigt werden. Die Behauptung derEingabe,
daß der Prozentsatz der Hauer mit unzureichenden Löhnen auf den
staatlichen Gruben auffallend hoch sei, findet in der sorgsam geführten
Statistik keine Stütze.
Die Löhne der Wagenstößer, besonders aber der Handwerker, haben
im März wesenliche Erhöhungen erfahren. Auch die übrigen Arbeiter
klassen sind aufgebessert worden. Eine angemessene Spannung zwischen
den ungelernten Tagearbeitern und den Grubenarbeitern muß jedoch
bestehen bleiben, um die eigentlicheBergmannsarbeit nicht zu entwerten.
Daß diese Spannung nicht zu groß ist, wird dadurch erwiesen, daß die
Meldungen zur Tagesarbeit noch immer zahlreicher eingehen, als zur
Beschäftigung unter Tage.
Die Berginspektionen werden auch weiterhin nichf unterlassen, die
Löhne mit 'ben Zeitverhältnissen in Einklang zu bringen und sie erfor
derlichenfalls weiter erhöhen. Wenn es auch ausgeschlossen ist, die am
Schlüsse Ihrer Eingabe vorgetragenen Grundsätze bei der Lohnbemes-
sung zu erfüllen ^z. B. gehen die dort für die Hauer vorgeschlagenen
Durchschnittslöhne erheblich über das Endgehalt der Betriebsbeamten
hinaus), so wird doch der Wunsch nach, einer weiteren Aufwärtsenwicke-
lung im Rahmen des irgendwie Erreichbaren bei uns und den Berg-
inspektionen stets volle Berücksichtigung finden.
Wir stellen anheim, hiervon den mitunterzeichneten Berufsvereini
gungen Kenntnis zu geben. gez. Wiegert.
Lohneingabe im Zeitz-Altenburger Revier.
Die Lohnverhältnisse im vorstehend genannten Revier ge
hören mit zu den schlechtesten in ganz Deutschland. Nach der im
„Reichsanzeiger" vom 26. März 1918 veröffentlichten amtlichen
Nachweisung der in den 16 Hauptbergrevieren gezahlten Löhne
rangiert das Hallische Brannkohlenrevier, dem das Altenburg-
Zeitzer zugehört,
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