Verlag von Ernst Reinhardt, München.
Lebensschicksale
Bd. 1.
Jugend-Geschichte einer Arbeiterin, von Adel
heid Popp. Mit einführenden Worten von August Bebel. 3. ver
besserte und vermehrte Auflage (11.—15. Tausend). Preis brosch.
M. 1—, in Leinwand geb. M. 1.80.
Zu den charakteristischen Eigenschaften des schönen und lesenswerten
Buches gehört die Feinfühligkeit im Empfinden und schriftstellerischen Aus
druck . . . Daß aus geistiger Not und leiblicher Kümmernis gleichwohl eine
Persönlichkeit sich entfalten, daß sie zu einer Weltanschauung überhaupt
gelangen kann, ist die schöne Lehre des Buches. In dem Werden einer
tapferen, freien Frau liegt sein erziehlicher Wert, unabhängig von jedem
Parteistandpunkte. Frankfurter Ztg., 30. 3. 09.
Bd. 2.
Erinnerungen eines Waisenknaben. Mit Vorwort
von Professor August Forel. 108 S. Preis brosch. M. 1.—,
in Leinwand geb. M. 1.80.
„Ein Muster, wie ähnliche Bände abzufassen wären. Ohne Haß, ohne
Bitterkeit, ohne hohle Phrasen erzählt der Autor über Menschenrechte und
Besitzende. Nicht posierend, nicht gekünstelt, immer streng objektiv, mit
dem stillen Lächeln der Erinnerung zurückblickend . . . Eine wunderbare
Studie.“ Deutsche Warte.
Bd. 3.
Ich suche meine Mutter. Die Jugendgeschichte eines
Findelkindes. Diesem nacherzählt von Max Winter. 104 S. Preis
brosch. M. 1.—, in Leinwand geb. M. 1.80.
„Die grauenhaft verzerrte Fratze der elterlichen Fürsorge, die der Staat
noch vor wenigen Jahren den Waisen oder den illegitimen Kindern zuwandte,
ist in das hellste Licht gestellt und die einfache, jedem marktschreierischen
Effekt aus dem Wege gehende Schilderung der Schicksale eines Findelkindes
ist von packender Wirkung.“ Pester Lloyd.
Bd. 4.
Erlebnisse eines Hamburger Dienstmädchens.
Von Doris Viersbeck. 104 S. Preis brosch. M. 1.—, in
Leinwand geb. M. 1.80.
Das Erwachen der leibeigensten Schicht unserer Tage kündigt sich in
dieser Schrift an. Es ist nur ein Schritt vom Treppenhause in das flutende
Kampfleben der Gegenwart. Arbeiterzeitung Wien.
Gedruckt bei M. Müller & Sohn, München.